Seit Anbeginn der Diskussion um das Leistungsschutzrecht, von dem man bei der IVZ auch mal meint, ihre eigenen Leser würden dagegen verstoßen, ist eigentlich unklar, auf welcher rechtlichen Basis hier Front gegen Google und deren angebliches Milliardengeschäft gemacht werden soll.

Nun haben sich einige Verlage in der Zwischenzeit zusammengeschlossen und die VG Media geentert, um über die VG Media beim Kartellamt gegen Google vorgehen zu können. Man hat es auch nicht versäumt, kleich rumzufauchen: Auch Microsoft, Yahoo und die Deutsche Telekom würden ins Visir genommen.

Nun gab es hierzu eine schallende Ohrfeige: Das Kartellamt ist nicht von den Argumenten der VG Media überzeugt worden, dass Google seine Macht missbrauche. Außerdem:

Ob die Verleger-Gemeinschaft VG Media in Sachen Leistungsschutzrecht nicht ein verbotenes Kartell sei, das werde das Kartellamt vielleicht auch noch prüfen.

Da wir ja auch Trendsportler sind findet man uns ab sofort auch auf dem p2p-basierten Twister. Läuft etwas langsam, hat keine öffentliche Timeline, aber verschlüsselt Direktnachrichten und ist nicht unsympathisch. Wer auch da ist sollte also unbedingt @duesselblog folgen.

Und dann war da noch das Käseblatt, dass sich nicht getraut hat, den Sieger eines Menschenkickerturniers von Jugendlichen komplett in die eigene Zeitung zu schreiben, und ihn statt Juventus Urin einfach nur Juventus nannte.

Gängstermucke, ja nee, da brauchen wir auch unbedingt noch mehr von. Und jetzt alle: Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch…

Das muss man auch erstmal hinbekommen: Zweimal dieselbe, abgeschriebene Polizeimeldung untereinander drucken . Da kommt man mit Satire gar nicht mehr gegen an.

Aktualisierung 20.30 Uhr

Auf der Internetseite der IVZ kritisiert ein Leser die Doppelberichterstattung. Inzwischen taucht auf den Seiten der IVZ auch die Meldung auf, dass ab dem 18. August die Nutzer nur noch unter Klarnamen kommentieren dürfen. Der Zeitpunkt ist etwas merkwürdig, denn überhaupt und in letzter Zeit gibt es kaum Kommentare auf der Seite. Als Begründung für den Schritt wird eine Transparenz, die für die IVZ eh schon besteht, genannt .

Ich bin ja mal gespannt, ob dann künftig auch die Redakteure mit Klarnamen kommentieren. Und wie man die ausdrückliche Einwilligung aller Nutzer einholen will, die man rein juristisch für so einen áus datenschutzrechtlicher Sicht bedenklichen Schritt braucht.

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Dieses Buch habe ich mit 15 oder so mal gelesen. Es zählt auch heute noch zu den besseren Büchern von Ken Follett. Die Geschichte des Buches handelt von einem deutschen Undercover-Spion, der während des zweiten Weltkriegs eine Luftwaffenattrappe der Briten, das einen bestimmten Feldzug gegen die Deutschen annehmen lassen soll, aufdeckt und versucht zu übermitteln. Davon abgesehen handelt es auch von einer Frau, die sich von diesem Deutschen verführen lässt, aber dessen Plan entdeckt. Hierbei kommt es zu einer ausgesprochen frivolen Szene, die man bestens vorlesen kann, wenn es mal darum geht, eine frivole Szene lesend zum Besten zu geben. Alles in allem: Sehr gute Unterhaltung.

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Hier bei uns in Derendorf ist trotz der explodierenden Immobilienpreise und dem Anstieg der Möchtegern-Coolness Einiges noch bodenständig geblieben. Dazu gehört auch eine von den fünf Filialen des Beschäftigungs- und Arbeitsprojektes “Cash & Raus” in der Kaiserswerther Straße.

 

Im Rahmen des Projektes wird unter anderem Menschen mit sozialen Schwierigkeiten eine Qualifikation sowie eine Integration in die Berufswelt angeboten.

Das Konzept von “Cash & Raus” besteht darin, Möbelspenden abzuholen oder Wohnungsauflösungen durchzuführen, und anschließend das, was noch zu gebrauchen ist, in den Filialen zu verkaufen.

Bei den Wohnungsauflösungen ist manchmal das eine oder andere Buch dabei, so dass sich im Laufe der Jahre ein beträchtliches Bücherregel angesammelt hat. Oftmals sind es abgegriffene Taschenbücher, manchmal auch Hardcover, und wenn man etwas länger rumschmökert, findet man das ein oder andere Schätzchen, nach dem man schon länger gesucht hat. Und das Ganze dann oftmals zu einem unschlagbaren Preis von nur 50 Cent.

Crosspost

Frank Cordes hat ne Neue. Single. Sie heißt “Zum ersten Mal”. Und wer hätte gedacht, dass bei Frank noch mal was zum ersten Mal passiert.

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Etwas monoton dieses Mal, aber als Partymucke mehr als tauglich waren diesen Donnerstag Shantel. Dafür ist das Düsseldorfer Publikum heute Abend ungemein gut mitgegangen. All unsere Fotos gibt es auf Facebook.

Erst vor kurzem las ich diesen Artikel, der sich mit der Kölner Bloggerszene, was immer das nun auch wieder ist, befasst. Das hat mich grundsätzlich interessiert, weil mir auf Anhieb kein einziges Blog einfiel, von dem ich wusste, dass der Verfasser aus Köln kommt oder dass es Köln behandelt. Um so verwunderter war ich, als ich auf diesen Satz stieß:

Die alphabetisch sortierte Liste verdeutlicht eindrucksvoll, dass die Kölner Szene durchaus in der Liga von Berlin, Hamburg und München spielt.

Und es folgt eine Liste von nicht einmal 100 Blogs, aus der folgt, dass Köln eben Klassen tiefer als Berlin, Hamburg und München spielt, was Blogs angeht. Sie beinhaltet eigentlich nur kleinere Blogs, die geringste Bekanntheit haben, und ein, zwei Ausreißer, die außerhalb Kölns bekannt sind, aber auch in letzter Zeit keine großen Wellen schlagen. Ein richtig bekanntes Blog findet sich nicht darunter.

Diese Woche konnte man dann im Düsseldorfer Express eine Replik auf Tita Gieses Meinung, Düsseldorf sei langweilig, lesen: Düsseldorf sei super spannend.

Viel spießiger hätte die Antwort nicht ausfallen können: Altbiersaufen, spatzieren, Essen, ins Museum oder zu einem Spiel einer Zweitligafußballmannschaft gehen. Das kann man so auch über Bielefeld sagen (jaja, Drittligafußballmannschaft). Langweiliger wäre die Liste nur noch, wenn man schreiben würde, dass man auf die Kö gehen kann, um zu gucken, ob vielleicht da was los ist. Und versuchen Sie mal, so eine Liste über Blogs wie die über Köln aufzustellen.

Man kann also Tita Gise direkt recht geben oder eben mit so einem Artikel indirekt.

Aber vielleicht weiß man sowas erst einzuschätzen, wenn man etwas anderes kennt, wie Raoul Festante vom T-Shirt-Label “L’Idealista” meint:

Flingern-Nord ist [...] viel gesetzter, es gibt wenig lebendige, gemeinsame Stadtteilkultur, habe ich das Gefühl. Gerade in meiner Ecke viele Werber, Anwälte, Lehrer, Mammis und Pappis, dazwischen ein paar Alkis und Obdachlose, die sich aber an eine unsichtbare Grenze halten und sich nur selten in das Gehege der Anderen verirren. Alles so nebeneinander und auch auf dem Weg, immer schicker und exklusiver zu werden. Also zum Kotzen langweilig.