Der Kölner Stadt-Anzeiger wundert sich darüber, dass die „Arsch huh“-Stadt Köln über Chris Tall lacht.

Monty Arnold verreißt die aktuelle House-of-Cards-Staffel.

Michaela Haas hat in den USA eine obdachlose, ehemalige Opern-Sängerin aufgenommen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie reich müssten die USA sein, um ihrem selbstverliehenen Image zu entsprechen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.


Esther Vilar ist schon etwas in Vergessenheit geraten, war aber in den 1970er Jahren durchaus bekannt für diesen Schinken, in dem sie behauptet, nicht die Frau werde durch den Mann unterdrückt, sondern der Mann durch die Frau. Ein merkwürdiges Meinungsmachebuch einer anderen Zeit.

Dieses Buch habe ich zur Hand genommen, nachdem ich herausfand, dass es sich bei dem im Buch vorkommenden Anton Scheidt um einen alten Bekannten aus Ibbenbüren handelt. Auch abgesehen davon ist diese Aufarbeitung des Lebens in Konzentrationslagern lesenswert.

Oh, POPCORN! Bei der IVZ recherchiert man nochmal die Terrorzelle-Ibbenbüren-Ente nach:

Dass es „salafistische Strukturen im Norden des Münsterlandes“ gibt, wie die Sicherheitsbehörden es formulierten, hat 2014 für Aufsehen gesorgt.

Naja, vor allem hat diese unbelegte Behauptung zu so einer Ente in der IVZ geführt:

Terrorzelle im Münsterland: Salafisten im Raum Ibbenbüren schicken junge Muslime nach Syrien und in den Irak

In und um Ibbenbüren haben sich offenbar radikalislamische Kräfte etabliert, die erfolgreich junge Muslime für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) rekrutieren. (···) Nach Informationen unserer Zeitung hat die Ibbenbürener Salafistenszene zehn bis 15 Mitglieder, die sich vorwiegend in einem Privathaus treffen. „Sie unterhalten intensive Kontakte zu einer pakistanischen Hinterhof-Moschee bei Hamm und zu islamistischen Kreisen in Wuppertal“, erzählt ein Kontaktmann aus Ahlen. (···) Zur Gruppe der Salafisten gehört dem Vernehmen nach „ein Syrer, mehrere türkischstämmige Personen und mindestens ein Mann aus Bosnien- Herzegowina“. Im Hintergrund sollen „Geldgeber mit deutschem Pass“ aktiv sein. Der Verfassungsschutz beobachtet die Aktivitäten im Kreis Steinfurt intensiv.

Angeblich locken die Islamisten die jungen Muslime auch mit Geld. „Sie zahlen demjenigen, der sich dem IS anschließt, bis zu 10 000 Euro“, hieß es. Ihre paramilitärische Ausbildung erhalten die jungen Extremisten angeblich in Deutschland und der türkischen Stadt Antep nahe der syrischen Grenze.

Geldgeber mit deutschem Pass, geheime paramilitärische IS-Ausbildungscamps in Deutschland – man konnte ja wirklich nicht ahnen, dass da einer Bullshit erzählt.

Heute weiß man von der damaligen Räuberpistole nur noch wenig:

2014 hatten die islamischen Gemeinden in Ibbenbüren beteuert, nichts von der Radikalisierung der jungen Männer geahnt zu haben, obwohl mindestens einer von ihnen auch Gebetsräume in der Stadt besucht haben soll.

Oha! „Mindestens einer (···) besucht haben soll“ – hat die akribische Fake-News-Redaktion der IVZ neue Kontaktmänner? Gibt es geheime, paramilitärische Ausbildungscamps unter Tage? Möchte der Verfassungsschutz noch eine wilde Spekulation abgeben?

Das nördliche Münsterland ist nach aktueller Einschätzung des Verfassungsschutzes keine Hochburg des Salafismus in NRW. Natürlich sei nicht auszuschließen, dass sich Einzelpersonen selbstständig radikalisieren, teilt die Pressestelle des NRW-Innenministeriums mit.

Eine niederschmetternde Mitteilung im Jahr der Rekorde: Ibbenbüren ist nicht mehr Hochburg des Salafismus in NRW. Wer hätte das gedacht? Für solche Erkenntnisse braucht man eben den Verfassungsschutz.

Aus der Sammelecke meines Vaters, die Übersetzung von Angels & Demons. Der Schmöker hat auch schon wieder 14 Jahre auf dem Buckel, wirkt also schon etwas angestaubt. Ich habe die englische Version noch für laue Zeiten im Bücherschrank liegen, aber irgendwie waren die Zeiten noch nicht so unspannend, dass ich nach diesem durchaus unterhaltsamen, aber eben auch bloß unterhaltsamen Schmöker nicht gegriffen habe.

15. October 2017 (8:19)

11. October 2017 (3:06)

Ich hatte mich vor Kurzem gewundert, dass ich doch schon seit längerem keinen Wilsberg-Krimi mehr zur Hand genommen habe. Aber bei diesem Bändchen ist es mir wieder deutlich vor Augen geführt worden: Die Buchserie ist langweilig, spannungsarm, die Krimiauflösung kommt aus dem Nichts und angestaubt ist die Buzzword gespickte Börsengeschichte aus den 90ern auch.

10. Teil der Wallander-Reihe von Henning Mankell, der ja beim Nachnamen auf der ersten Silbe betont wird, aber egal. Er bildet auch die Grundlage der Serie mit Krister Henriksson, die ihren eigenen kalt-spröden Charme hat, und immer düsterer wurde.

7. October 2017 (5:26)

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