Archiv für September 2010
Guten Morgen

morgenkaffeeDer bei der FAZ rausgeflogene Michael Seemann alias mspro darf bei der Zeit weiterbloggen und meint dort zur Diskussion um Google-Street-View, dass man sein Bild im Internet selbst bestimmen solle bevor es andere tun. Als ob es ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung in Deutschland nicht gäbe.

Barack Obama erklärt den mit im Ausland geliehenem Geld finanzierten Irak-Krieg für beendet und zieht im Angesicht von 4400 toten und 32.000 verletzten amerikanischen Soldaten ein bitteres Fazit:

“Wir haben mehr als eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben, häufig finanziert mit geliehenem Geld aus dem Ausland.” Dies habe notwendige Investitionen im eigenen Land verknappt und zu Rekordschulden beigetragen.

Die FAZ findet es in der Sarrazin-Debatte interessant, wie wohl Bundesbank-Chef Axel Weber mit der Personalie umgehen wird, ohne dabei seine Chancen auf die Nachfolge von Jean-Claude Trichet im  Chefsessel der Europäischen Zentralbank zu verringern.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist das jetzt eine Lehre für die Amerikaner oder bloß ein Schlussstrich? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Lokalzeit Münsterland: Schon wieder Opfer geworden

Guten Morgen

morgenkaffee

Die DJK Wattenscheid hat den NPD-NRW-Landesverbandschef Claus Cremer als Betreuer der 2. Minikicker-Mannschaft rausgeworfen. Das allerdings erst nach viel Theater.

Der Neue der Ex von Rome liegt im Krankenhaus. Das macht ihm fast Sorgen.

Joachim Huber betrachtet beim Tagesspiegel klug die gestrige Diskussionsshow hart aber fair mit Thilo Sarrazin nach und findet, dass die Sendung mehr geleistet habe als andere.

Und während ich mir die Frage stelle: Betreuer bei der zweiten Minikickermannschaft der DJK Wattenscheid. Haben die bei der NPD nur solche Karrieristen dabei? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffee

Carta.info befasst sich mit der Bildzeitung, die die Sarrazin-Debatte zur Schablone ihrer Sprechberechtigungskampagne macht. Dabei ignoriert man bei der Bild natürlich die sarrazinschen Ausführung, die den Rechtsausleger für die Diskussion disqualifizieren:

“Das Muster des generativen Verhaltens in Deutschland seit Mitte der sechziger Jahre ist nicht nur keine Darwinsche natürliche Zuchtwahl im Sinne von “survival of the fittest”, sondern eine kulturell bedingte, von Menschen selbst gesteuerte negative Selektion, die den einzigen nachwachsenden Rohstoff, den Deutschland hat, nämlich Intelligenz, relativ und absolut in hohem Tempo vermindert.” (Seite 353)

Als ob der Mann irgendeine Ahnung hätte, wovon er da redet. Auch Ex-Bild-am-Sonntag-Chefredaktuer Michael Spreng spricht der Bildzeitung ab, dass es in Punkto Sarrazin derzeit um die Verteidigung der Meinungsfreiheit geht:

Das Gegenteil ist der Fall: Kaum einer durfte in den letzten Jahren den Mund so weit aufreißen wie Thilo Sarrazin. Die Vorabdrucke seines Buches in BILD und “Spiegel” erreichten 18 Millionen Leser, er war schon Gast in zwei Talkshows mit sechs Millionen Zuschauern, zu seiner Pressekonferenz kamen 250 Journalisten und 30 Fernsehteams, er war Schlagzeile in jeder deutschen Zeitung, Aufmacher in allen TV-Nachrichten. Sein Buch wurde schon 250.000 mal bestellt. Mehr Meinungsfreiheit geht nicht.

Das provinzkind zeigt sich irritiert über die Meldung, dass überdurchschnittlich viele Berliner an den Folgen des Alkoholgenusses sterben und darüber wie akzeptiert doch dieser Drogenkonsum ist.

Stephen Hawking hat in Großbrittanien eine Religionsdebatte entfacht. Für die naturwissenschafltiche Erklärung der Entstehung der Welt könnten so viele Erklärungen angeführt werden, dass ein Rückgriff auf Gott als Erklärung nicht notwendig sei. Dies wird von Richard Dawkins gefeiert. Der britische Großrabbiner Jonathan Sacks hält dagegen:

„Wissenschaft nimmt die Dinge auseinander, um zu sehen, wie sie funktionieren. Religion setzt sie zusammen, um zu verstehen, was sie bedeuten.“ Wissenschaft, die sich als Religion aufspiele, sei ebenso unsinnig wie Religion, die sich als Wissenschaft gebe. Hawking erkläre, „wie“, nicht „warum“ die Welt geschaffen worden sei. Die Bibel frage: „Wer sind wir, warum sind wir hier, wie sollen wir leben?“, argumentierte Sacks.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum geht den Naturwissenschaftlern im Kampf gegen Religiöse eigentlich immer noch so einer ab? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Kanal-4: Großkirmes Ibbenbüren 2010

Raul Richter in der Aura

Da war wohl ein Soap-Sternchen in der Aura

… und hat sich glatt die Kirmes durch die Lappen gehen lassen.

Guten Morgen

morgenkaffee

Die Berliner Zeitung dokumentiert ein zwar geführtes, aber nicht veröffentlichtes Interview zwischen Michel Friedman und Thilo Sarrazin. Allein die angeführten Fragen sind das Lesen wert.

Rome erklärt, wie das mit Beziehungen zu Frauen über 30 so ist:

Einfach tief in die Augen gucken, bisschen an- und auslachen und sie fragen, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Dann muss man ihr nur noch sagen, dass sie mit dem Scheiß aufhören und auf der Stelle zu dir kommen soll. Dann kommen die angedackelt, du nimmst sie in den Arm und fertig. Normalerweise reicht das schon.

…Kaffee bei mir befasst sich mit dem politischen Treiben von Frau zu Guttenberg, das vom Lichte der Partei ihres Mannes beleuchtet vonstatten geht.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum glauben einige Menschen, sie seien bedeutend, nur weil sie wen geheiratet haben, der das möglicherweise ist? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Nightfans.tv – Kirmes 2010 (Musik)

Guten Morgen

morgenkaffee

Wolfgang Michal zieht heute mal Parallelen zwischen Thilo Sarrazin und Peter Sloterdijk als Debattenprovokateure der Republik.

Wo wir gerade bei polarisierenden Laien sind: Sascha Lobo plädiert für ein moralisches Bewusstsein für die Entlohnung von Musik, und macht deutlich, dass er keine Ahnung hat, was Moral bedeutet.

Bei …Kaffee bei mir ? hat man gestern hier gelesen, wie Macho Rome von seinen 30jährigen Eroberungen spricht und antwortet mit einer Eloge auf das Dasein der Frau mit 50.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn das Niveau öffentlicher Debatten so unterirdisch ist, wo findet man die anspruchsvolleren? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Kirmesfeuerwerk 2010

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