Letztes Jahr habe ich wohl etwas vorschnell vom Ende von Steinfurt.tv gesprochen. Die Betreiber waren von Zeitungen in die Enge getrieben worden, weil sie ihre Beiträge auf Gloria.tv zur Schau stellten. Noch im letzten Juli bezeichnete der “Pressesprecher des Bistums Essen, Ulrich Lota, gloria.tv als „Echoraum“ für rechtsextremistische Gläubige innerhalb der römisch-katholischen Kirche“.

Mit Hinweis auf die nicht minder merkwürdige Seite katholisches.info erklärt man nun auf Steinfurt.tv:

Mit Stand vom 1. November (2013) liegt Gloria.tv in Deutschland im Alexa Ranking auf Platz Eins der katholischen Nachrichtenseiten.

So als hätte es eine öffentliche Kritik an der Seite nie gegeben.

am 2.10.2014 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Die Zwillingsbrüder Pohl, die bei der NPD für die KV Steinfurt und Münster zuständig sind, sind aus dem Landesvorstand der Partei ausgeschieden. Vielleicht macht man den Laden vor Ort dann auch mal dicht, gewählt werden sie eh nicht, in Münster werden sie ausgepfiffen, und die Internetseite des KV Steinfurt ist auch schon abgeschaltet, ohne dass das jemand gemerkt hätte.

am 1.10.2014 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

LehrerzimmerBuecherschrank Den Schmöker wird wohl schon fast jeder Lehrer mal gelesen haben: Irrsinnige Geschichten aus dem Lehrerzimmer. Erreicht zwar keine sonderliche Tiefe, rennt irgendwie auch schriftstellerischen Vorbildern hinterher, sorgt aber kurzweilig für Unterhaltung.

am 25.09.2014 von unter Noch was abgelegt. | Kommentar schreiben

Wir waren heute einen Tag nach der Eröffnung gleich gegen über beim neuen und wohl einzigen Burgerladen in Düsseldorf-Derendorf. Natürlich sollte man für eine Kritik erst dann kommen, wenn alles eingespielt ist und nichts extra oder so. Wir aber hatten Hunger auf eine Kleinigkeit und wieso dann nicht gleich rein in die gute Stube?

Der Laden hat auf der Internetseite und von außen einen gewissen Style, der mit der inneren Ausstattung und den Bedienungen harmoniert. Die Bedienungen sind vergleichsweise jung und freundlich, nicht hektisch oder neumodern spießig oder sowas, was man vielleicht auch hätte befürchten können. Man merkt schon, dass keine jahrelange Erfahrung bei der Bedienung zu erwarten ist, aber das ist vollkommen okay, denn das Publikum ist auch eher jung. Und entweder ist da eine riesige Marktlücke in Derendorf, denn so ein junges Publikum kenne ich von keinem anderen Restaurant, oder der Laden wird es schwer haben, sein Stammpublikum zu finden. Aber das wird man sehen.

Ich bestellte mir ein Ueriges, den BBQ-Hamburger mit medium gebratenem Fleisch sowie Pommes mit Wasabi-Mayonnaise. Das Uerige war mit 0,2l in der Karte vermerkt, weswegen man ein frisch gezapftes erwarten hätte können, aber es kam eine 0,33l Flasche. Dazu sollte man sagen: Es schmeckt eigentlich außer Schumacher kein gutes Alt-Bier aus der Flasche. Sowas sollte man bei der Bestellung vielleicht dazu sagen, aber okay, wenn man eigentlich gezapftes Alt anbietet, sind wir mal nicht pingelig.

Zum Essen ist zu sagen: Das Fleisch war exakt medium gebraten, die Wasabi-Mayonnaise eine sehr interessante Idee, an Gemüse war mir zu wenig im Burger, die Sauce habe ich nicht geschmeckt, Cheddar-Käse ist immer eine gute Idee für Burger, die Pommes waren selbst gemacht, aber einfallslos, fettig und nur lauwarm.

Schlechthin würde ich dem Restaurant 3 von 5 Sternen geben, für eine Wertung in Düsseldorf, was den Preis und das vergleichbare Angebot angeht, und für eine Wertung für junges Publikum würde ich gen 4 tendieren. Mir war die Karte nicht abwechslungsreich genung, aber vielleicht funktioniert genau das für junges Publikum.

am 20.09.2014 von unter Essen abgelegt. | Kommentar schreiben

Wir basteln gerade an einem weiteren Podcast, dieses Mal direkt aus Tecklenburg: Dem Burgfunk. Wer uns folgen mag findet uns auf Facebook und auf Twitter und mit dem eben fertig gestellten Jingle verabschieden wir uns und wünschen allen ein schönes Wochenende!

am 19.09.2014 von unter Burgfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Wir geben von hier aus mal eben ab an Kabel 1, die mittlerweile mindestens 8 Lokale in Düsseldorf getestet haben. Wir haben mal den Gastronom unseres Vertrauens nach diesem Format gefragt und er war so gar nicht begeistert. Allerdings teilte er unsere Bedenken gegen bestimmte Etablissements und irgendwie – so wie einige Restaurants interessieren und gefallen, so missfallen andere. Aber man sehe selbst:

Toni Maccheroni [ 1 | 2 ], Schumacher im Tönnchen [ 1 | 2 ], Sascha Rotisserie [ 1 | 2 ], El Paso [ 1 | 2 ], Tafelsilber [ 1 | 2 ]

Zuvor

Altes Fischhaus [ 1 | 2 ], Bistrozicke [ 1 | 2 ], La Donna Cannone [ 1 | 2 ], Porters Premium Steakhouse [ 1 | 2 ], Gut Knittkuhle [ 1 | 2 ]

am 17.09.2014 von unter Essen abgelegt. | Kommentar schreiben

BuecherschrankSueskind

Ich habe mal wieder einen Klassiker – und in dieser kleinen Serie den zweiten Schinken von Patrick Süskind – in den Bücherschrank gelegt, den ich noch zu Abiturzeiten selber durchackert habe. Ich war damals von der eleganten Sprache und den Anlehnungen des Verführungsromans an Thomas Mann und Günter Grass begeistert. Die spätere Verfilmung ließ mich dagegen eher kalt, aber sowas sollte einen von der Lektüre dieses Schmökers nicht abhalten.

Heute wird übrigens im Alten Posthof noch ein Bücherflohmarkt veranstaltet.

am 13.09.2014 von unter Noch was abgelegt. | Kommentar schreiben

Ich habe leider nur die erste Hälfte des Feuerwerks aufgenommen, weil ich vorher die Speicherkarte nicht freigeräumt habe, aber immerhin:

am 9.09.2014 von unter Noch was abgelegt. | Kommentar schreiben

Was ich schon länger haben wollte, funktioniert nun auch unter ibbtown: Ein Microblogging-Dienst, durch den man sich auch plattformübergreifend mit anderen Leuten verbinden kann. Es ist somit quasi ein Twitter-Klon, aber ohne Werbung und merkwürdiger Änderungen durch den Betreiber. Alles und mehr vor Ort.

am 5.09.2014 von unter Noch was abgelegt. | Kommentar schreiben

Am Samstag machten wir uns von Düsseldorf aus nach Köln auf, um mal zu schauen, was hinter dem Bloggertreffen so steckt. Ich für meinen Teil bin schon länger nicht mehr auf Blogger- oder Internetmenschenveranstaltungen gewesen und das aus einem ziemlich einfachen Grund: Zu viel Aufwand für zu wenig Resonanz. Und ewig wird man mit überhyptem Realitätsverklären von Anwesenden genervt. Das ist auf Dauer anstrengend.

KoelnerbloggerTreffen

Ich kannte die Kölner Bloggerszene bislang nicht, kannte keinen Blog, von dem ich spontan wusste, dass der Schreiber hinter dem Blog in Köln sitzt. Aber gut, man lässt sich gerne überraschen. Dann wurde diese Liste auf der Veranstalter-Facebook-Seite veröffentlicht, die, ääh,

Die alphabetisch sortierte Liste verdeutlicht eindrucksvoll, dass die Kölner Szene durchaus in der Liga von Berlin, Hamburg und München spielt.

Ja. Äh, nein. Das tut sie nicht – im Gegenteil: Das ist eine Liste von nicht mal hundert Blogs ohne überregionale Relevanz. Man muss keine Relevanz haben, man sollte sich dann aber auch nicht vormachen, mit Berlin, Hamburg oder München in einer Liga zu spielen. Dann schon eher mit Düsseldorf und Bielefeld. Den Satz glaubt man nur, wenn man eingefleischter Kölner ist, nie über den Tellerrand schaut und die sonstige Blogszene einfach nicht kennt.

Okay, vielleicht die Erwartungen tief stapeln, dann kann einem nichts passieren und eher gehen kann man ja auch. Irgendwie kennt man die Pappenheimer dann ja auch. So verzog es uns am Veranstaltungsort angekommen ziemlich schnell an die Mauer des nicht übermäßig besuchten Treffens, um von dort aus auszumachen, was für Leute vor Ort waren (das hat nichts mit Schüchternheit oder Ausgeschlossenheit zu tun und: nein, es gibt keine Pflicht, sich unter das Volk zu mischen, nur weil man eine Internetmenschenveranstaltung besucht). Da waren links die Nerds, dann ein paar Modebloggerinnen, ein quietschender Marketingmensch, viele schwarz Gekleidete, Leutefotografierer, viele das-Haar-rot-Gefärbte. Viele Grüppchen, die sich schnell fanden und verschlossen wirkten. Alle sicherlich sehr nett, aber eben sehr oberflächlich. Und nette, oberflächliche Menschen kennt man irgendwann zur Genüge, da liegt der Hase im Pfeffer: Man will allein aus Selbstschutz irgendwann nicht mehr möglichst viele, irgendwie nette Leute kennen lernen. Hätten wir das getan, hätten wir sicherlich nicht Lulu samt ihrer besseren Hälfte kennen gelernt, die eher nach Kühlschrankvorgaben als Rezept kocht. Wie großartig.

Die beiden hatten sich auch an die Mauer gesellt, um erst einmal die Besucherschaft zu sondieren – mit dem Ergebnis, vor 8 die Segel zu streichen. Wir haben es ein Bier länger ausgehalten. Einsetzender Regen und Musikbeschallung durch eingeladene Bands erweckten bei uns den Eindruck, dass man nun eh kaum noch Substantielles erwarten konnte. Gut, hätte ich gewusst, dass neben mir noch ein Ex-Bielefelder-Blogger da rumschwirrt, hätte es mich noch etwas länger vor Ort gehalten.

Als ich allerdings am nächsten Morgen das Gezeter mitanlesen durfte, war ich ganz froh, den Rest des Abends anderswo verbracht zu haben. Nix für ungut: Es war sicherlich für die Veranstalter aufwendig, alle Klamotten beisammen zu bekommen, da waren sicherlich nur nette Menschen, alles war auch ganz nett, aber es verleitete nicht zum Bleiben.

Aktualisierung

Die Reaktionen auf diesen Artikel lassen darauf schließen, dass wir mit unserer Menschenkenntnis ganz gut liegen:

am 2.09.2014 von unter Düsselblog abgelegt. | Kommentar schreiben