Morgen is Weltunnergang staoht in de Kaasblatt. Wat mach ik dann met die Geschenke voor Wiehnacht? Was ik toch in de niege Landweertschopskamer in Büren. Irgenwat met Expert heeft daor staohn.

Ik wullt een niege Sense voor mien Hein koopen. Hett de Verkooper seggt, datt die niege Naam voor Sense Senseo is. Heb ik de niege Senseo bestellt, bin ieks gespannt

Heb mi toch innert, dat we nao de Schüün noch eenen Luftschutzbunker heb. Was nich fertig woarn ´45; da was de groote Krieg schon an End.

Wenn morgen de Welt unnergeht, dan ben ik met mien Hein un de Katten in die Bunker.

Tja, man hätte dem Absender dieser Zeilen auf Facebook auch direkt fragen können, was er mit folgendem Beitrag bezwecken wollte:

Ich werde mich mit Sprengstoff ausrüsten und auftreten :).

Und man kann auch direkt die Polizei anrufen und es melden. Man könnte sich auch die Frage stellen, wieso da ein Smiley steht. Man kann sich wundern, wenn man den Eintrag ohne Annahme von Ironie versteht, dass kein Motiv genannt wird. Man könnte darauf kommen, dass der Eintrag nicht ernst gemeint ist. Muss man aber nicht.

Man kann einen Bericht über diesen Vorfall bringen und den Beitrag vollständig zitieren wie die NOZ oder man kann denselben Bericht bringen und das Smiley weglassen – wie die IVZ.

Man kann es zweifelhaft finden, dass derselbe Facebook-Nutzer bei der NOZ einen Kommentar hinterlassen hat, in dem er kundtut, dass er die Todesstrafe befürwortet. Man kann es ebenso für zweifelhaft finden, dass der Facebook-Nutzer von 6 Polizeibeamten ergriffen, zu Boden gestürzt und gefesselt wird, dass seine Computer beschlagnahmt werden und dass abschließend, weil nichts anderes gefunden wird, eine freie Meinungsäußerung als Erfolg der ganzen Aktion präsentiert wird.

(I)rgendwie müssen wir hier reagieren.

meinte die zuständige Richterin. Irgendwie? Vielleicht mal, indem man berücksichtigt, dass im Internet viel Unsinn veröffentlicht wird. Dass leichter als bei unmittelbaren Unterhaltungen Missverständnisse entstehen durch unüberlegte Einträge. Dass man nicht alles blindlinks auf die Goldwaage legt.

Oder man hinterfragt weiterhin nicht seine Ansichten.

… ist inzwischen vorab online gegangen. Und sagen wir es mal so: Intensiver kann man einer verblendeten Menschenfeindlichkeit nicht Ausdruck verleihen.

die natürliche Struktur der Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau muß anerkannt und gefördert werden gegenüber den Versuchen, sie rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen, indem sie ihren besonderen Charakter und ihre unersetzliche gesellschaftliche Rolle verdunkeln.

Homosexuelle Paare, Menschen, die sich lieben, gefährden die Ehe an sich. Auf so einen Unsinn muss man auch erstmal kommen.

Diese Grundsätze sind keine Glaubenswahrheiten, noch sind sie nur eine Ableitung aus dem Recht auf Religionsfreiheit. Sie sind in die menschliche Natur selbst eingeschrieben, mit der Vernunft erkennbar und so der gesamten Menschheit gemeinsam.

Die Vernunft, also das menschliche Vermögen, Schlüsse zu ziehen sieht in homosexuellen Verbindungen keinen Gegensatz. Homosexuelle Verbindungen kommen in der Natur andauernd vor. Es wäre verwunderlich, wenn die Vernunft irgendetwas dagegen hätte, und die Natur zu korrigieren versuchte.

Der Einsatz der Kirche zu ihrer Förderung hat also keinen konfessionellen Charakter, sondern ist an alle Menschen gerichtet, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Solch ein Einsatz ist um so nötiger, je mehr diese Grundsätze geleugnet oder falsch verstanden werden, denn das stellt eine Beleidigung der Wahrheit des Menschen dar, eine schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens.

Homosexuelle Paare gefährden den Weltfrieden. Kleiner ging’s gerade nicht. Nein, nicht die Toleranz gegenüber anderen Lebenspartnerschaften, sondern eine solche gerade nicht auf menschlicher Vernunft begründbare Pseudowissenschaftlichkeit und Indoktrikantion ist eine Beleidigung der Vernunft. Es ist leicht einzusehen, an welchen der Stellen der Papst daneben liegt und sich eben auf nichts anderes als blinden Gehorsam seiner Schafe berufen kann.

Zumindest eine Woche, nachdem der Schnee kam, ist dieser Schmöker dem Titel nach ganz passend. Die Krimigeschichte hat zwar etwas Staub angesetzt, aber ein wirklich gutes Buch bleibt irgendwie gut. Aber zugegeben: Wir haben heute mehr Bücher aus dem Schrank genommen, als rein gestellt. Aber unterm Strich sind wir damit noch dicke im Plus, das beruhigt uns etwas.
Neu im Bücherschrank
9. Ken Follett – The Hammer of Eden
8. Sue Townsend – Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre
7. Das Lexikon der populären Irrtümer
6. Stendhal – Rot und Schwarz
5. Ludwig Wittgenstein – Tractatus logico-philosophicus
4. Vladimir Nobokov – Lolita
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale

Dieser Eintrag kommt quasi eine Woche zu spät. Offensichtlich war letzte Woche so viel zu tun, dass ich zwar ein Buch in den Schrank gestellt habe, aber keinen Artikel in diesen Blog. Dieser sei hiermit nachgeliefert, auch wenn inzwischen das hinterlegte Buch einen neuen Leser gefunden hat. Es ist wieder ein englischer Schmöker und zwar ein nicht ganz so bekannter von Ken Follett. Das Buch habe ich mir mal mit dem Gedanken “Nimm’ mal mit, kannste irgendwann mal lesen, wenn sonst nichts zu lesen da ist” im Buchladen mitgenommen. Nur: Dieses Irgendwann ist nie gekommen.
Wikipedia beschreibt das Buch so:
Eine kleine Kommune im US Bundesstaat Kalifornien soll dem Bau eines Kraftwerkes weichen. Derartige Kraftwerke sollen in ganz Kalifornien gebaut werden. Die jeweiligen Landbesitzer sollen für den Verlust ihres Landes entschädigt werden, um an anderer Stelle neu siedeln zu können. Da die Kommune das Land allerdings nur gepachtet hat, werden die Mitglieder keine Entschädigung erhalten. Um den Gouverneur des Staates zu erpressen, bilden einige Mitglieder der Kommune eine terroristische Vereinigung, die sich Die Kinder von Eden nennt. Sie drohen, ein Erdbeben auszulösen, sofern nicht der Bau sämtlicher Kraftwerke in Kalifornien gestoppt wird. Um den Verdacht von sich und ihren Zielen abzulenken, wird eine Spur zu einer ansässigen Umweltschutzorganisation gelegt.
Neu im Bücherschrank
8. Sue Townsend – Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre
7. Das Lexikon der populären Irrtümer
6. Stendhal – Rot und Schwarz
5. Ludwig Wittgenstein – Tractatus logico-philosophicus
4. Vladimir Nobokov – Lolita
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale

 

Bei der WN steht, was die Wahl zum CDU-Kandidaten für die kommende Bundestagswahl ist: Eine Überraschung. Mit Anja Karliczek hat sich die krasse Außenseiterin durchgesetzt. Das spricht für den Mut und das Selbstbewusstsein einer Partei, die man ihr auch online wünschte: Jürgen Coße auf der Internetseite nur als “Jürgen C.” zu benennen, ist entweder nur ein Flüchtigkeitsfehler oder eine bezeichnende Kleinkariertheit.

Wenn ich schon im November geunkt habe, dass die Zeit reif ist für einen engagierten Nobody, so ist Anja Karliczek dem wohl nicht ganz unähnlich. Ich gehe mal davon aus, dass sie keine Lobby für ihre Wahl hatte, keine herausstechende Erfahrung im professionell-politischen Bereich wie ihre Konkurrenz, sondern dass sie sich durch Schlagfertigkeit Gehör verschaffen konnte.

Ihre Wahl könnte nicht nur, wie in der WN zu lesen ist, das Abschütteln der Jasperschen Doktoraffäre bedeuten, sondern auch eine Abkehr vom politischen Blendertum. Es sei mal daran erinnert, dass auf den ersten Wahlplakaten von Jasper überhaupt nichts drauf stand. Und genau das hat man dann ja auch gekriegt. Die engagierte Befassung mit Inhalten wäre schon wünschenswert. Und wenn man sich anschaut, dass der Mitbewerber der SPD gar nicht aus dem Wahlkreis kommt, sollte darin eine zentrale Chance liegen.

Davon abgesehen fällt das Aschneiden von Karl-Heinz Hagedorn ins Auge: Nach den Wahlniederlagen von 2008 zur Bundestagskandidatur und 2012 zur Landtagskandidatur ist dies nun eine deutliche Schlappe für de Mettinger, dem die WN eine starke Rede attestiert. Nur 45 Stimmen vom 191 im ersten Wahlgang zu bekommen ist ein bitteres Ergebnis, aber auch eine eindeutige Positionierung.

So, kommen wir wieder zur unserem ersten alljährlichem Weihnachtsmarktcheck. Untersuchungsobjekt diesmal, der Weihnachtsmarkt an der Nordstraße.

Erst kann man sich von der angenhm ausgelassenen Stimmung am Glühweinstand anstecken lassen. Es wirkt etwas voll und gedrängt, aber bei gutem Wetter kann man sich angenehm in der Musikreichweite verteilen und in Ruhe und Gemütlichkeit sein Heißgetränk genießen. Kostenfaktor: 2 Euro + 2 Euro Pfand (für die äußerst niedliche Schneemantasse) 3,5 Punkte für den Wein + 0,5 Extrak Punkte für die Stimmung, macht in der Summe 4 Punkte.

Dampfnudeln, hab leider vergessen wie sättigend doch so ein Teil werden kann. Zum Glück konnte ich da auf meinen FDH Plan zurückgreifen und die Hälfte an meinen Begleiter abdrücken. Mit Vanellesouce und Kirschen 4 Euro. 4 Punkte.

Reibekuchen mit Apfelmuß, der Klassiker durfte natürlich nicht fehlen 3,50 Euro. 3,5 ist auch die Punktezahl. Reibekuchen waren ok, der Apfelmuß war nix besonderes.

Immer wenn ich irgendwo Fressbuden sehe, denke ich nur an Backfisch. So auch hier, wie ein Pawlowscher Hund kaufte ich einen für 4 Euro. Dann erinnerte ich mich an die Dampnudeln von vorher und drückte meinem Begleiter die Hälfte auf. Trotz der Vollgefressenheit kriegt der fritierte Fisch von mir 3 Punkte.

Last but not least was bei einem Weihnachtsmarkt Besucht niemals fehlen darf: gebrannt Mandeln für 2,50 Euro. Dafür gibt es nochmal 4 Punkte.
Somit kriegt der Derendorfer Weihnachtsmarkt von mir 3,7 Punkte.

nennt sich diese Musikcombo, erzeugt so schöne titel wie All hail to Ibbenbüren oder Texte wie

Ich lauf durch die Straßen meiner Stadt
Da seh ich ein stinkendes Nazipack
Scheiß Möchtegern-Hitlers kotzen mich an
Oh bitte gib mir ‘ne Shotgun
NAZISAU! NAZISAU! komm, wir hau’n ihm eine drauf
NAZISAU! NAZISAU! komm, wir prügeln ihn grün und blau

… und genauso hört sich das dann auch an:

In diesem Imbiss an der Roßstraße wird über den Preis gearbeitet: Hamburger mit Pommes für 3,75€. Die Pommis sind etwas labbrig, aber nicht fettdurchtränkt, die Brötchenhälften sind etwas erwärmt, aber auch nicht getoastet. Was immer zwischen Fleisch und Brötchenhälfte ist, kommt geschmacklich kaum zum Zuge. Dafür sättigt das Ganze. Kann man essen, hab ich schon woanders deutlich schlechter serviert bekommen.

Pommes Frites 3 von 5, Hamburger 2 von 5 ergibt 3,5 von 5 Sternen.