Zumindest eine Woche, nachdem der Schnee kam, ist dieser Schmöker dem Titel nach ganz passend. Die Krimigeschichte hat zwar etwas Staub angesetzt, aber ein wirklich gutes Buch bleibt irgendwie gut. Aber zugegeben: Wir haben heute mehr Bücher aus dem Schrank genommen, als rein gestellt. Aber unterm Strich sind wir damit noch dicke im Plus, das beruhigt uns etwas.
Neu im Bücherschrank
9. Ken Follett – The Hammer of Eden
8. Sue Townsend – Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre
7. Das Lexikon der populären Irrtümer
6. Stendhal – Rot und Schwarz
5. Ludwig Wittgenstein – Tractatus logico-philosophicus
4. Vladimir Nobokov – Lolita
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale

Dieser Eintrag kommt quasi eine Woche zu spät. Offensichtlich war letzte Woche so viel zu tun, dass ich zwar ein Buch in den Schrank gestellt habe, aber keinen Artikel in diesen Blog. Dieser sei hiermit nachgeliefert, auch wenn inzwischen das hinterlegte Buch einen neuen Leser gefunden hat. Es ist wieder ein englischer Schmöker und zwar ein nicht ganz so bekannter von Ken Follett. Das Buch habe ich mir mal mit dem Gedanken “Nimm’ mal mit, kannste irgendwann mal lesen, wenn sonst nichts zu lesen da ist” im Buchladen mitgenommen. Nur: Dieses Irgendwann ist nie gekommen.
Wikipedia beschreibt das Buch so:
Eine kleine Kommune im US Bundesstaat Kalifornien soll dem Bau eines Kraftwerkes weichen. Derartige Kraftwerke sollen in ganz Kalifornien gebaut werden. Die jeweiligen Landbesitzer sollen für den Verlust ihres Landes entschädigt werden, um an anderer Stelle neu siedeln zu können. Da die Kommune das Land allerdings nur gepachtet hat, werden die Mitglieder keine Entschädigung erhalten. Um den Gouverneur des Staates zu erpressen, bilden einige Mitglieder der Kommune eine terroristische Vereinigung, die sich Die Kinder von Eden nennt. Sie drohen, ein Erdbeben auszulösen, sofern nicht der Bau sämtlicher Kraftwerke in Kalifornien gestoppt wird. Um den Verdacht von sich und ihren Zielen abzulenken, wird eine Spur zu einer ansässigen Umweltschutzorganisation gelegt.
Neu im Bücherschrank
8. Sue Townsend – Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre
7. Das Lexikon der populären Irrtümer
6. Stendhal – Rot und Schwarz
5. Ludwig Wittgenstein – Tractatus logico-philosophicus
4. Vladimir Nobokov – Lolita
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale

 

Bei der WN steht, was die Wahl zum CDU-Kandidaten für die kommende Bundestagswahl ist: Eine Überraschung. Mit Anja Karliczek hat sich die krasse Außenseiterin durchgesetzt. Das spricht für den Mut und das Selbstbewusstsein einer Partei, die man ihr auch online wünschte: Jürgen Coße auf der Internetseite nur als “Jürgen C.” zu benennen, ist entweder nur ein Flüchtigkeitsfehler oder eine bezeichnende Kleinkariertheit.

Wenn ich schon im November geunkt habe, dass die Zeit reif ist für einen engagierten Nobody, so ist Anja Karliczek dem wohl nicht ganz unähnlich. Ich gehe mal davon aus, dass sie keine Lobby für ihre Wahl hatte, keine herausstechende Erfahrung im professionell-politischen Bereich wie ihre Konkurrenz, sondern dass sie sich durch Schlagfertigkeit Gehör verschaffen konnte.

Ihre Wahl könnte nicht nur, wie in der WN zu lesen ist, das Abschütteln der Jasperschen Doktoraffäre bedeuten, sondern auch eine Abkehr vom politischen Blendertum. Es sei mal daran erinnert, dass auf den ersten Wahlplakaten von Jasper überhaupt nichts drauf stand. Und genau das hat man dann ja auch gekriegt. Die engagierte Befassung mit Inhalten wäre schon wünschenswert. Und wenn man sich anschaut, dass der Mitbewerber der SPD gar nicht aus dem Wahlkreis kommt, sollte darin eine zentrale Chance liegen.

Davon abgesehen fällt das Aschneiden von Karl-Heinz Hagedorn ins Auge: Nach den Wahlniederlagen von 2008 zur Bundestagskandidatur und 2012 zur Landtagskandidatur ist dies nun eine deutliche Schlappe für de Mettinger, dem die WN eine starke Rede attestiert. Nur 45 Stimmen vom 191 im ersten Wahlgang zu bekommen ist ein bitteres Ergebnis, aber auch eine eindeutige Positionierung.

So, kommen wir wieder zur unserem ersten alljährlichem Weihnachtsmarktcheck. Untersuchungsobjekt diesmal, der Weihnachtsmarkt an der Nordstraße.

Erst kann man sich von der angenhm ausgelassenen Stimmung am Glühweinstand anstecken lassen. Es wirkt etwas voll und gedrängt, aber bei gutem Wetter kann man sich angenehm in der Musikreichweite verteilen und in Ruhe und Gemütlichkeit sein Heißgetränk genießen. Kostenfaktor: 2 Euro + 2 Euro Pfand (für die äußerst niedliche Schneemantasse) 3,5 Punkte für den Wein + 0,5 Extrak Punkte für die Stimmung, macht in der Summe 4 Punkte.

Dampfnudeln, hab leider vergessen wie sättigend doch so ein Teil werden kann. Zum Glück konnte ich da auf meinen FDH Plan zurückgreifen und die Hälfte an meinen Begleiter abdrücken. Mit Vanellesouce und Kirschen 4 Euro. 4 Punkte.

Reibekuchen mit Apfelmuß, der Klassiker durfte natürlich nicht fehlen 3,50 Euro. 3,5 ist auch die Punktezahl. Reibekuchen waren ok, der Apfelmuß war nix besonderes.

Immer wenn ich irgendwo Fressbuden sehe, denke ich nur an Backfisch. So auch hier, wie ein Pawlowscher Hund kaufte ich einen für 4 Euro. Dann erinnerte ich mich an die Dampnudeln von vorher und drückte meinem Begleiter die Hälfte auf. Trotz der Vollgefressenheit kriegt der fritierte Fisch von mir 3 Punkte.

Last but not least was bei einem Weihnachtsmarkt Besucht niemals fehlen darf: gebrannt Mandeln für 2,50 Euro. Dafür gibt es nochmal 4 Punkte.
Somit kriegt der Derendorfer Weihnachtsmarkt von mir 3,7 Punkte.

nennt sich diese Musikcombo, erzeugt so schöne titel wie All hail to Ibbenbüren oder Texte wie

Ich lauf durch die Straßen meiner Stadt
Da seh ich ein stinkendes Nazipack
Scheiß Möchtegern-Hitlers kotzen mich an
Oh bitte gib mir ‘ne Shotgun
NAZISAU! NAZISAU! komm, wir hau’n ihm eine drauf
NAZISAU! NAZISAU! komm, wir prügeln ihn grün und blau

… und genauso hört sich das dann auch an:

In diesem Imbiss an der Roßstraße wird über den Preis gearbeitet: Hamburger mit Pommes für 3,75€. Die Pommis sind etwas labbrig, aber nicht fettdurchtränkt, die Brötchenhälften sind etwas erwärmt, aber auch nicht getoastet. Was immer zwischen Fleisch und Brötchenhälfte ist, kommt geschmacklich kaum zum Zuge. Dafür sättigt das Ganze. Kann man essen, hab ich schon woanders deutlich schlechter serviert bekommen.

Pommes Frites 3 von 5, Hamburger 2 von 5 ergibt 3,5 von 5 Sternen.

Bester Chinamann in Düsseldorf. Auch heute wieder lecker, lecker, lecker. Minuspunkt für eine Stunde Wartezeit und vergessene Glückskekse bei Lieferung ins Haus, trotzdem war das Essen noch heiß: 4 von 5 Sternen.

Ein komischer Zusammenhang, von dem da in der Überschrift die Rede ist, finden Sie nicht? Und doch gibt es ihn. Denn die IVZ ist auf eine schwarze Liste gekommen, weil sie angeblich das Leistungsschutzrecht unterstützt. Ich habe nicht erfahren können, wie man diese Liste begründet, woher die Informationen kommen und was das genau aussagen soll. Und wenn man nachfragt, kriegt man zu hören, man solle gefälligst selber nachforschen.

Wenn es so sein sollte, dass man bei der IVZ das Leistungsschutzrecht, dass sich gegen Google wendet, unterstützt, ist es natürlich äußerst albern, denn die IVZ nutzt kostenlos Google für ihre Internetseitenanalyse. Mit dem Leistungsschutzrecht geht der Vorwurf einher, Google profitiere unrechtmäßig von den Leistungen der Verleger. Außerdem fügt die IVZ auf Facebook genau die Snippets in fremder Werbeumgebung eigenständig ein, für die durch das Leistungsschutzrecht Gebühren auferlegt werden sollen.

Worum geht es eigentlich? Nun, das ist gar nicht so einfach zu sagen, denn sowohl Zeitungen wie auch Google verschleiern das unermütlich. Die ARD-Sendung ZAPP veranschaulicht es aber ganz nett:

Verschärft ausgedrückt: Es kann zu einer Abmahnwelle kommmen, bei der potentiell jeder, der im Internet irgendein Kleinstzitat einer Zeitung veröffentlicht, abgemahnt wird.

Wenn man bei Zeitungen schaut, liest man so etwas, dass es darum ginge, ob Verlage Suchmaschinen ihre Texte kostenlos zur Verfügung stellen müssten, wie hier bei der Axel-Springer-Zeitung Die WELT. Darum geht es überhaupt nicht und das wird der Autor Ulrich Clauß auch sicherlich sachlich richtig ausdrücken können, wenn er denn wollte. Will er aber scheinbar nicht. Bei Die WELT geht eben die Wahrheit flöten, wenn es um die Eigeninteressen geht. Das ist übrigens genau das, was bei dieser Zeitung Lucas Wiegelmann Google vorwirft. Da wirft ein Hütchenspieler dem anderen vor, er würde betrügen. Wie lustig.

Witzig sieht es auch beim Handelsblatt aus. Da wird vor der Nachricht, dass deren Chefredakteur das Leistungsschutzrecht für unausweichlich hält, eine Google-Werbefläche geschaltet, durch die das Handelsblatt Werbeeinnahmen bekommt, falls da jemand draufklickt. Und als Werbung schaltet Google die eigene Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht:

Bei CDU/CSU und FDP glauben immer noch einige, dass Google im Fall eines Leistungsschutzrecht Geld an Verleger zahlen würde. Davon ist nicht auszugehen. Google braucht die Verleger nicht. Sie kann auf ihre Seiten verzichten und würde dies auch tun, wenn das Verlinken wie bisher Geld kosten würde. Aber was für ein Schaden wäre es für kleine Zeitungen wie der IVZ, wenn sie nicht mehr bei Google gelistet werden würden? Damit wäre schlimmstenfalls der Zug abgefahren, Werbeanzeigen auf der eigenen Seite vermarkten zu können – man ist ja nicht mal durch Google erreichbar.

An der Bielefelder Stadtbahnhaltestelle “Jahnplatz” kann man ab und an auch gute Bücher für wenig Geld abgreifen. Diese Woche habe ich vier Schmöker für zwei Ocken da abgestaubt. Im Bücherschrank steht oder stand, gestern war ich da, deswegen nun neu: Der Pubertätsklassiker von Sue Townsend. Das bringt mich auf die Idee, den Rest der Reihe, den ich kaum gelesen habe, noch mal zu durchschmökern. Das Buch ist ordnungsgemäß ins untere Regal gewandert. Stand da immer schon “Kinderregal”? Hatte ich bisher gar nicht gesehen.

Neu im Bücherschrank
7. Das Lexikon der populären Irrtümer
6. Stendhal – Rot und Schwarz
5. Ludwig Wittgenstein – Tractatus logico-philosophicus
4. Vladimir Nobokov – Lolita
3. Yann Martel – Life of Pi
2. Connie Palmen – Die Gesetze
1. Cees Noteboom – Rituale