Das nenne ich mal einen Lauf: Zum dritten Mal in Folge ist Dieter Jasper, wenn er denn mal im Bundestag eine Rede halten darf – bei so unwichtigen Sachen wie Kohleausstieg darf er ja gar nicht erst ans Pult-, von seiner Fraktion als letzter Redner in einer Debatte benannt worden. Also, wenn das mal kein ungestörtes Verhältnis zur eigenen Partei ist, dann weiß ich es auch nicht. Und im Video kann man sich jetzt auch mal aussuchen, ob die Leute im Hintergrund wegen des lahmen Vortrags gähnen oder wegen der fortgeschrittenen Sitzungszeit.
Man darf das Lachen bei der CDU nicht vergessen. Wissen Sie noch, wie Karl-Josef Laumann durchs Recker Aschermittwochszelt gebrüllt hat, die CDU sei gerade keine Klientelpartei? Ich gebe mal zu, dass dieser Begriff weit ausgelegt werden kann, aber es sei mal festzuhalten, dass die CDU natürlich Klientelpolitik betreibt:
Die Bundesregierung aus CDU, CSU und FDP hat den Verlagen das Leistungsschutzrecht geschenkt. Dieses beinhaltet folgendes:
Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen.
Die Krux ist, dass diese Presseerzeugnisse ohne Suchmaschinen kaum gefunden werden. Z.B. Google News zeigt Links zu Presseberichten samt Kurzauszügen an. Das soll künftig Geld kosten, auch wenn Google selbst kein Geld mit dieser Seite verdient und die Verlage durch einen kleinen Code einstellen können, dass sie nicht von Google angezeigt werden.
Die Bundesregierung folgt also der kruden Logik, dass Internetseiten, die Zeitungsseiten verlinken und so zu höheren Seitenaufrufen bringen, Geld für Kurzauszüge zahlen, was sich nur dann rentierte, wenn mit diesen Kurzauszügen irgendwie Geld verdient werden würde.
Wer so argumentiert, könnte auch gesetzlich festhalten, dass die Werbetreibenden bei RTL von RTL Geld bekommen, weil RTL ihre Werbung zeigt. Jedenfalls: Über diese Klientelpolitik werden sie in den Zeitungen keine kritischen Artikel finden – da wette ich drauf.
Ja, lustig ist es schon: In Saerbeck sind Plakate bezüglich der Nazidemo in Münster aufgetaucht. Dabei ist es einer Zeitung, ich schätze mal der WN, unterlaufen, dass man darüber berichtet hat, aber auf linke Urheber der Plakate verwiesen hat. Dass dies eine Fehleinschätzung war, liest man dann in derselben Ausgabe im Grevener Lokalteil. Die Korrektur findet sich allerdings nicht online.
In der IVZ gibt es Leserbrief-Kritik zur Kolummne Wibbke. Vielleicht sollte man die Vorkriegsgeneration Kritiker mal daran erinnern, dass der Vorgänger Marktbummel mit Barbara war. Naja, online ist Wibbke auch nicht gerade am Puls der Zeit.
Man kann jetzt auf dieser Seite einzelnen Artikeln auch Punkte, besser gesagt Sterne geben. Ich erspare mir gerade eine Was-bringt-das-Diskussion. Die gab es schon zu diversen Knöpfen. Irgendwann fliegen solche Knöpfe halt raus – bis dahin erhalten sie hier eine Chance.
Volker Pispers kommentiert die Botschaft Hans-Peter Friedrichs an die Griechen.
Schon merkwürdig: Der EU sind ihre eigenen Rechtsgutachten zu ACTA zu brisant für die Öffentlichkeit.
Und während ich mir die Frage stelle: Ist mir heute echt keine Frage eingefallen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Die Ibbenbürener Bands Donots & Waterdown werben für eine Teilname an der Demo Keinen Meter den Nazis gegen den Naziaufmarsch am 3.3. in Münster (Bahnhof Zentrum Nord):
Insgesamt haben mittlerweile mehr als 120 Verbände, Gruppen und Organisationen zu dieser Demo aufgerufen. ch selber bin letzte Jahr an Heilig Abend auf einer derartigen Demo in Bielefeld gewesen, wo 68 Rechtsradikale gegenüber 6500 Gegendemonstranten immerhin marschieren durften. Gespannt darf man sein, wieviel Platz die Rechten in Münster bekommen werden.
Es spielen: Kai Strauss (Vocals, Gitarre), Erkan Özdemir (Bass), Tim Abenath (Gitarre), Levent Özdemir (Drums) und Fabian Fritz (Piano).
Der Ibbenbüren Blues Jam findet jeden Mittwoch von 20.00 bis 22.30 Uhr in der Tivolino Sportsbar statt Zur Veranstaltung gibt es auch eine Facebook-Gruppe.
Das CLEAN Fotostudio aus Wallenhorst hat einen Werbefilm für den Kletterwald produziert und zeigt, was Profis an der Kamera so alles bewerkstelligen können:
André Elshoff hat da mal einen sehr interessanten Beitrag auf mazztv vom politischen Aschermittwoch in Recke gemacht. Und ja, McAllister ist rhetorisch gut in Schuss, das kann man nicht bestreiten. Laumann ist schon etwas erregt, kommt damit aber an. Bei näherer Betrachtung zeigen sich Widersprüche.
Denn Laumann betont, dass die CDU im Gegesatz zu der FDP und den Grünen nie eine Klientelpartei gewesen sei, was bei einer Partei die so eindeutig für ihre christliche Klientel einsteht doch eine etwas beschmunzelbare Darstellung zu sein scheint. Andererseits hatte McAllister ja gerade davon geredet, dass er mehr über die Mittelschicht, quasi die Leistungsbringer, in unserem Land reden wolle.
Zur Mittelschicht gehören nach Angaben der CDU diejenigen, die 40.000€ brutto, das sind 2.000€ netto monatlich zur Verfügung haben. Wenn in Recke nur die geklatscht hätten, die dazu gehören, dann hätten deutlich weniger geklatscht.
Dagegen kann man nun einwenden, dass McAllister all diejenigen, die nicht Hartz-IV beziehen als Mittelschicht bezeichnet, was widerum eine Überzeuchnung von Problemfeldern darstellt. Und wenn er nur die Mittelschicht als “normale Leute” bezeichnet, sind wohl die anderen die Nichtnormalen. Populismus auf Kosten von Randgruppen – so genau wollte in Recke dann wohl niemand hinhören.
Über das Internet wurde die Idee der Kabarettfigur Lothar Dombrowski aufgenommen, dessen Interpreten Georg Schramm zum Bundespräsidentschaftskandidat zu machen. Der lehnt aber ab und seine Antwort ist hörenswert:

