Bi us in Büren is ja niächstes Weekenn Karneval. Ik denk ik ben bi de Senioorn inne Bosco-Gemeen. Bin mol gespannt wat di dort aufn Tisch brengen. Vielliecht wat van de Wulff (is ja nix mehr in Keesblatt to liäsen) or van de Bockstett, die ein Ümtog in Büren maken will en viel Feste in siner Lokomotive an Karneval or von de Jasper ut Hopstn, die nun toch naar Berlin in´t Bunnsdag will.
Dieder Jasper: will je waaraftig naor Berlin hen? Dan gah!
Dieder Bockstett: in de Keesblatt heb ik liäsen, dat je zegt, Büren hett geen Umtog un geen Karnevalsvereen. Heb je niet Lausen Martin gewaor weren? Dan gah moal naor Langewieschke, da is een Umtog siet Johrn. Aver ik kann doar niet hen. Mien Trekker is to groat.
Wenn schon nicht als kritische Zeitung, so kann man die IVZ ja immer noch zum Fliegentotschlagen verwenden (wenn genug Werbung drin ist, versteht sich) oder aber auch als Stimmungstester.
Und möglicherweise genau dazu steht heute ein Artikel in der IVZ durch den getestet werden kann, wie die Stimmung aussieht, wenn man mal in den Raum stellt, dass Dieter Jasper erneut für den Bundestag kandidieren will.
Denn irgendwie hat Jasper doch schon im vergangenen Oktober angekündigt, dass er noch einmal in den Bundestag gewählt werden will. Vielleicht hat er nun gemerkt, dass das ohne das Votum seines Kreisverbands gar nicht geht. Deswegen hofft er nun nicht direkt darauf, dass die Wählerinnen und Wähler ihn wiederwählen, sondern dass der Kreisverband ihn nochmal aufstellt. Da kann man also Gegenwind erwarten.
Jasper selbst hat nichts gegen einen Gegenkandidaten in der eigenen Partei, wenn dieser denn meine, er könne das besser. Und seine Frau fügt hinzu, dass das genau sein Ding sei. Was ‘das’? würde jetzt ein kritischer Journalist fragen. Einen Doktorgrad erlangen? Als letzter Redner in Bundestagsdebatten aufgerufen werden? Doppelkopf-Preise in Dreierwalde verleihen?
Man darf also gespannt sein, ob und wer sich da in Reihen der CDU in kommender Zeit warm läuft. Einen schwächeren amtierenden Bundestagsabgeordneten als den Ex-Doktor kann man sich nur schwer vorstellen.
Früher, als wir noch jung waren, ja da kannten wir nichts: Da sind wir überall mit unsere Mofas übers Gelände gebrettert, auf den Wegen, neben den Wegen, bis die Beine zittrig wurden. Da wurde keine Rücksicht genommen auf die Natur und die angelegten Wege.
Heute ist das ja anders. Wenn ich heute so die Straße entlang fietze, nehme ich immer den Bürgersteig. Ich sag immer so: Bis 8 muss man den als Fahrradfahrer benutzen, ab 8 darf man. Das schont ja auch den normalen Straßenteer. Als Politiker muss man auch wirtschaftlich denken. Ich mach dann auch nicht mehr Licht an abends, weniger Elektrizität schont die Umwelt, sag ich immer. Man kann heute ja gar nicht mehr anders als ökologisch denken. Dafür stelle ich dann meinen Fietzmotor höher ein, damit ich schneller an den Wiesen vorbei bin und die Tiere schonen kann. Man hat halt auch Verantwortung den andern gegenüber.
Ja, und wissen Sie, was das Ganze auch noch schont? Meine Nerven. Denn ich muss mich nicht darüber aufregen, wie hoch die Parkgebühren in der Innenstadt sind.
Oh, was aus dem Plattenkeller: Die Ibbenbürener Punkband The Kidney Beans anno 1997/1998 mit Dreamgirl. Tja. Supergirl wär’s gewesen,. aber hinterher ist man ja immer schlauer .
Derzeit gibt es ein paar Neuerungen auf dieser Seite und drumzu, die ich in folgendem Podcast mal kurz erkläre:
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Wieder mal ein kleiner Fund aus der reichhaltigen Musikkiste der Bergmannsstadt. Dieses Mal in russischer Sprache. Soweit ich es verstehe, geht es San darum, seine Begeisterung über die Musikrichtung Rap an den Mann zu bringen. Das Video ist schon wieder an die drei Jahre alt, aber musikalisch nicht uninteressant:
Ich lese gerade den Text Zensur vs. Anstand: Pornografie in der Bibliothek von der ganz zauberhaften Jillian C. York, in dem die Geschichte aufgegriffen wird, wie in einer Bibliothek in Los Angeles sich ein Obdachloser beim Anschauen eines Pornos, sagen wir mal: einen schönen Tag machte. Und für die Amis war jetzt anscheinend der Umstand, dass da ein Porno in einer Öffentlichen Bibliothek lief, schlimmer als das andere.
York findet es nun irgendwie nicht gut, dass in Bibliotheken Pornos laufen, was mir irgendwie eher egal ist. Mir ist aber etwas ähnliches passiert. Nicht wie Sie jetzt denken. Ich lief diese Woche an einer Lokalität vorbei, in der auch das Benutzen von Computern mit Internetzugang angeboten wird. Im Vorbeigehen huschte mein Blick über den Monitor einer dieser Computer, der gerade in Benutzung war. Und eben da lief, tja, also das muss eine Live-Gynäkologie-Untersuchung gewesen sein. Der Betrachter machte sich zwar jetzt nicht so einen schönen Tag wie der Obdachlose, aber es schien immerhin so interessant zu sein, dass man Kopfhörer dazu braucht.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich es merkwürdiger finden soll, dass da jemand mit derartigen Vorlieben, so intelligent ist, dass er einen PC-Sitzplatz nimmt, der von im offenen Blickfeld einer Fussgängerzone ist, oder dass es mir überhaupt merkwürdig erscheint. Kabinen sind wohl einfach nicht mehr in.
Auch die WN hat ihren Internetauftritt umgestellt und kommt mit einem Baukastensystem, dass auch schon von der IVZ-Seite her bekannt erscheint. Auch hier ist der Leser ohne Werbeblocker ziemlich verloren: Anzeigen, Texte und Verweise sind irritierend zusammengeklatscht. Also nichts wie den Werbeblocker wieder eingeschaltet, dann geht’s. Und hoppsala: Im Gegensatz zur IVZ schafft es die WN, am Werbeblocker vorbei lokale Werbung zu platzieren. Sehr gut .
Die Ibbenbüren-Seite ist aber ebenso lieblos: Es bietet nichts weiter als die Links der IVZ und noch nicht einmal die aktuellen, sondern quasi alle, inklusive irgendwelcher schon überarbeiteter Artikel-Versionen. Da sollte man die Rubrik lieber gleich löschen – was aber vielleicht eh passiert, wenn die IVZ hinter einer Bezahlschranke verschwindet.
Merkwürdig ist der Schriftartenmischmasch: Als Schriftart für das Navigationsmenü kommt auch hier Verdana zum Einsatz, was aber sehr trennunscharf aussieht. Artikelanpreiser sind in Arial, Artikelkleinüberschriften auch oder in noch einer anderen Schriftart, die Überschriften der Texte dann in Georgia, wenn ich das gerade auf den ersten Blick richtig sehe. Zusammen mit immer noch zu großen Grafiken, zu lang angeteaserten Texten, zu vielen Texten und zu raumgreifenden Artikelplatzierungen ist der Auftritt der WN sehr mausschiebelastig und unübersichtlich. Und das sage ich schon bei weggefilterter Werbung, für die es – wie bei der IVZ – eh kein ausgereiftes Konzept auf der Seite gibt.
Positiv fällt noch auf, dass der Leser nirgends angenörgelt wird, sondern über ein Erklärbär-Video zur Seitenbenutzung animiert wird, dass es keine Baby-, Trauer- und Grüßecke gibt, dagegen eine Immobilien-,Motorisiertes- und Gedöhns-Ecke. Durch den Verzicht mobiler Grafikelemente wirkt die Seite angenehm ruhig, aber auch etwas behäbig: Viele aktuelle Inhalte können nur durch längeres Klicken erreicht werden und da ist es schon etwas hinderlich, dass die Navigation nicht on the fly, sprich bei Mausberührung selbständig aufklappend, funktioniert.
Also: Ausbaufähig, was aber auch niemand in Frage gestellt hat. Mehr Mut zu Leserfreundlichkeit, mehr Gedanken bei Werbeeinbindungen und vielleicht ein paar dpa-Texte weniger – das würde schon helfen.
Vor zwei Wochen habe ich ausländische Gäste in Ibbenbüren zum Essen ausgeführt. Auch keine ganz so leichte Aufgabe, diverse Angebote erfüllen nicht ganz den Wunsch nach etwas, was es so oder so ähnlich nicht überall in der Welt gibt. Die Wahl fiel dann auf das Etablissement, was viele als erstes benennen, wenn man einen derartigen Wunsch äußert. Der Abend verlief dann auch ausgesprochen heiter und angenehm. Bis wir die Gaststätte verließen, um noch einen kurzen Spatziergang durch die Stadt zu machen.
Denn auf dem Oberen Markt rannte uns ein kleiner Nazi entgegen, wollte wohl noch provozieren, aber da wir nicht reagierten, wandte er sich irgendwann Schlüssel klimpernd ab. Nichtsdestotrotz – als Gastgeber ärgert man sich über diesen Stempel, den der Abend dennoch bekommen hat.
Denn eigentlich wird man von sowas im Münsterland ja kaum belästigt, die NPD ist hier gefühlt nicht existent. Alltagsrassismus? Sicher vorhanden, aber immer noch ausreichend Gegenstimmen.
Aber man muss sich vielleicht in der Provinz davon verabschieden, Rassismus immer nur also lokales Problem aufzufassen. Am Klein-Nazi, der uns da bedrängte, war zu erkennen, dass ihm die Innenstadt zumindest etwas fremd war, weswegen er sich schließlich in eine Gasse verabschiedete, die sonst niemand einschlagen würde. Gibt es also eine Art Tourismus, sich dort rebellisch aufzuführen, wo man kaum auf Widerstand trifft, wenn andernorts der Widerstand zu groß ist? Hoffentlich nicht, man wird es aber im Auge behalten müssen.
Ziemlich dreist hat sich am vergangenen Mittwoch ein Dieb in der Ibbenbürener Innenstadt verhalten, der einfach in einem Computerladen ein Laptop in seine Tragetüte steckte und dann verschwand. Ziemlich humorvoll dagegen die Reaktion des Händlers: Er sucht auf Facebook nach diesem “Kunden, der vergessen hat zu bezahlen” und der sich auch noch Akku und Netzteil abholen könnte.