Ganz schön verdienstvoll, wie Jürgen Kehrer, der Erfinder der Wilsberg-Reihe im ZDF, das Münsterland in den Blickpunkt der deutschen Kriminalliteratur rückt. Münsterland ist abgebrannt ist der Auftakt einer neuen Münsterlandkrimireihe und kommt schon mal näher in unserer Richtung als andere Münsterlandkrimis.
Der Plot ist eine Biopiraterie-Geschichte zwischen Nordwalde, Altenberge, Spitzbergen, Münster und Lengerich. Dass der milionenschwere Besitzer eines Unternehmens aus Lengerich auch in Lengerich wohnt, kommt mir zwar etwas merkwürdig vor, aber lassen wir das der dichterischen Freiheit. Dass die dauergeile Asiatin ausgerechnet aus dem chinesischen Dörfchen kommt, das in der Geschichte eine wesentliche Rolle spielt, dann aber so gar nichts mit der Geschichte zu tun hat – etwas irritierend. Dass im Altenheim das Maikäfer-flieg-Lied in einer Zeile zu “Münsterland ist abgebrannt” umgedichtet wird, ich mag’s mir nicht vorstellen.
An den besten Stellen ist dies ein Regionalkrimi, der sich sprachlich und inhaltlich von anderen Repräsentanten seines Genres wohltuend abhebt, an schlechteren eine uninspirierte Aneinanderreihung von Hauptsätzen, die den Leser aus der Geschichte reißen. Für trübe Sommerregentage aber eine willkommene Abwechslung, nicht nur für Leute aus der Region.
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Für die Aktion schreibt Frank Patalong einen Artikel:
keine Medien mehr zu finden, die man einfach aufrufen kann, ohne vorher ein zahlungspflichtiges Abo abzuschließen, wäre wirklich Käse.
Und während ich mir die Frage stelle: Glauben die Zeitungsleute wirklich, sie seien die einzigen Medien? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Gestern haben ja große Zeitungen rumgememmt, weil ihre Leser das Programm AdblockPlus verwenden, und so Werbebanner unterdrückt werden. Die Hersteller des Programms reagieren nun und sagen, dass Problem sei Indikator des Problems, nicht das Problem selbst. Die Zeitungen vermögen es eben nicht, Werbung passend online aufzubereiten. Das ist ja lokal auch nicht anders.
Bei Amazon wird gestreikt.
Der neue Roman von Dan Brown kommt heute wohl heraus und die deutsche Übersetzung wurde in zwei Monaten von diversen Übersetzern in einem Bunker hergestellt.
Und während ich mir die Frage stelle: Kann man das nächste Mal diese Brown-Schinken nicht einfach auch im Bunker lassen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Katrin Brand meint beim NDR, dass die Piraten noch nicht geeignet seien, in den Bundestag einzuziehen. Andererseits hält sie auch den Franktionszwang für ein demokratisches Mittel, um Verlässlichkeit anzuzeigen. Ja, da klammern wir doch mal aus, dass das benutzt wird, um den Abgeordneten ihren eigenen Vernunftgebrauch abzuschawtzen. Nee, nee, gut dass solche Leute bei den Öffis sind, und sich nicht auf dem freien Markt bewähren müssen. Iris Alanyali ärgert sich über die albern-feministische Aktion des ZDF-Moma. In der Süddeutschen wird das Ausbeuten von Pädagogen mal thematisiert, die über die Sommermonate Arbeitslosengeld beziehen müssen.
Und während ich mir die Frage stelle: Sind die Öffis eigentlich ansteckend in ihrer Naivität? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Die Internetfirma Checkdomain.de verschenkt wieder TLD-Weltkarten für einen Blogeintrag. Welche Blogger das auch interessiert – hier entlang. Wer nicht Blogger ist, kann die Karte für 27€ erstehen. Für alle versendete Plakate gehen jeweils 10€ an die Deutsche Krebsstiftung.