Lesezeichen vom 16.06.2018

  • FC Kreml Grit Hartmann: “Wer profitiert von der teuersten Fussball-WM aller Zeiten? Es ist vor allem ein kleiner Kreis. Die Putin-Elf. Hier die Aufstellung”
  • Der “Grubenhund” der Titanic: Satire darf alles “In der Folge war die Satiretechnik „Grubenhund“ immer wieder ein beliebtes Mittel, um aufzuzeigen, wie leicht Medien auf Falschmeldungen reinfallen. Und das macht den „Grubenhund“ eben – wie auch Hürtgens Tweet – nicht zu „Fake News“, sondern im Gegenteil zur Warnung vor eben solchen Falschmeldungen. Das Ziel von Satire ist es nicht, Meinungen zu manipulieren oder Stimmung zu machen, sondern Redaktionen und Leser darauf hinzuweisen, kritisch mit Nachrichten umzugehen.”
  • Der eigentliche BAMF-Skandal – erst der Rufmord, dann die Recherche? | beck-community
  • Film über G20-Polizeigewalt: Wendepunkt Schanzenviertel — taz.de “Ein linkes Filmkollektiv hat die Proteste zum G20-Gipfel aufgearbeitet. Die Dokumentation ist eine Abrechnung mit dem Sicherheitsstaat.”
  • Linke Sammlungsbewegung: Internationale ohne Solidarität | ZEIT ONLINE Mely Kiyak: “Sollen Wagenknecht und Lafontaine doch sagen, was sie anstreben. Nämlich, endlich einmal Führer einer links-nationalistischen, antiamerikanischen, pro-russischen, flüchtlings-und migrationsfeindlichen Partei mit Mindestlohn und Vermögenssteuer zu werden. Kurz: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht für Arme – arme Deutsche, wohlgemerkt. ”
  • Anis Amri und die Rigaer Straße: Eine Frage der politischen Prioritäten — taz.de “Hat die Polizei die Observierung des Breitscheidplatz-Attentäters eingestellt, um sich auf die Räumung der Rigaer Straße zu konzentrieren?”
  • Nuklearer Winter: Atomkrieg ist eine noch dümmere Idee als bisher gedacht — Spektrum der Wissenschaft Lars Fischer: “Mehr als 10 000 Atombomben gibt es auf der Welt — doch wie viele davon könnte ein Land einsetzen, ohne sich selbst massiv zu schaden? Wissenschaftler haben nachgerechnet.”
  • Unionsstreit: Lässt die CSU wegen der Flüchtlingspolitik die Koalition platzen? — Main-Post Uli Bachmaier: “Bezeichnend für die Stimmung in der Landtags-CSU wie in der Staatsregierung ist, dass ein derartiges Szenario dort keinerlei Schrecken mehr entfaltet. Ob ein Bruch mit der Kanzlerin und CDU-Chefin der CSU langfristig nütze oder schade – wer wisse das schon? Kurzfristig aber gebe es für die CSU in Bayern keinen anderen Weg, „sonst ist die AfD irgendwann bei 20 Prozent“. Deshalb stehe fest, so heißt es aus dem Vorstand der Landtagsfraktion, dass es „eine schnelle Entscheidung geben muss“. Die Marschroute laute „maximale Konfrontation“ – entweder Merkel gibt nach und schwenkt auf Seehofers Kurs in der Flüchtlingspolitik ein oder sie ist „schneller Geschichte, als ihr lieb sein kann“. Eine mögliche Kompromissformel wie zuletzt im Streit um eine Obergrenze für Flüchtlinge gebe es nicht.”
  • Antrag auf Parteitag: Die Linke, Syrien und das Giftgas | faktenfinder.tagesschau.de “Die OPCW hat erneut einen Bericht über Giftgas in Syrien vorgelegt. Die UN hatten zuvor mehr als 30 Einsätze dokumentiert. Doch auf dem Parteitag der Linken wurde behauptet, es gebe gar keine Beweise.”
  • Micky Beisenherz: Es gibt kein richtiges Jubeln im falschen “Heute präsentieren sich deutsche Nationalspieler lächelnd mit Autokraten wie Erdogan, die Ägypter um Mo Salah scharwenzeln dekorativ wie Corgies um den tschetschenischen Tyrannen Kadyrow (selbst für Putin so etwas wie Putin) herum — Kim Jong Un muss fast enttäuscht gewesen sein, dass ihm statt Messi nur ein schlecht gekämmter Orang Utan geschickt wurde. Der Kapitän der mexikanischen Nationalelf ist mutmaßlicher Geldwäscher der Drogenmafia und seine Teamkollegen nehmen ihn nur deshalb nicht ins Gebet, weil sie zu beschäftigt sind, sich bei ihren Frauen für eine Orgie mit 30 Prostituierten zu entschuldigen.”
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“Die gut bezahlten Polit-Bürokraten der EU haben etwas auf den Weg gebracht”

Unser Fachblatt für Nichtfakenewsberichterstattung („Unsere 15 Lokal- und über 30 Mantelredakteure recherchieren sorgfältig, überprüfen die Nachrichtenquellen und hinterfragen Informationen.“) kümmert sich gerade um die Änderungen, die sich durch die DSGVO für Unternehmen ergeben und das klingt dann so:

EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai in Deutschland in Kraft

Schon falsch: Die Verordnung ist bereits 2016 in Kraft getreten, sie findet lediglich ab dem 25. Mai unmittelbar für Unternehmen und Privatleute Anwendung. Richtig wirr wird es bei den Tipps für Unternehmen:

Daten auf allen Rechnern, Festplatten etc. müssen geschützt und gesichert werden. Das gilt sowohl vor Fremdzugriff wie auch Datenverlust, z.B. auch durch Brand oder Einbruch/Diebstahl.

Es geht nur um personenbezogene Daten, das schließt Speichermedien aus, auf denen keine solche Daten erhoben werden.

Verliert also ein angestellter einen USB-Stick,

hat er zunächst einmal nur einen USB-Stick verloren.

Kennwortsicherheit ist ein großes Thema. Und Chefs, die erlauben, dass Angestellte ihr Passwort auf der Schreibtischmappe notieren, können schon mal Rücklagen fürs Bußgeld bilden.

Nee, is klar. So stellt man sich das also bei der IVZ vor: Irgendeine Zeichenkombination steht auf der Schreibtischmappe – Zack! Bußgeld!

Firmen müssen über Berechtigungssysteme nachdenken: Muss jeder Mitarbeiter mit allen Daten arbeiten? Was wird wo und für wen zugänglich gespeichert?

Haben sie das vorher nicht getan?

Virenschutz/Firewall müssen up to date sein.
E-Mails müssen verschlüsselt werden…

Es müssen nicht alle E-Mails verschlüsselt werden, nur die mit personenbezogenen Daten. Das mussten sie allerdings vorher schon.

Es geht bei der Datenschutzgrundverordnung irgendwie um Datenschutz – insofern hat der Autor recht. Gerade für Medienunternehmen ist die DSGVO eine Herausforderung im Detail. Hoffentlich gibt es bei der IVZ noch Leute, die sich besser auskennen.

 

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Lesezeichen vom 07.03.2018

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Detlef Krischak — Falsche Brut

Der zweite Teil der Ibbenbürener Krimireihe kommt erwartungsgemäß stimmig daher: Die altbekannten Figuren haben es dieses Mal mit Mord und Entführung im Zuge familiärer Verwerfungen zu tun. Die örtlichen Beschreibungen sind gut, die Dialoge weniger: Wenn Kriminalbeamte und Befragte sich unterhalten, dann kommt viel zu schnell und seitens Verdächtiger komplett unnötig das heraus, was zu erfragen war. Spannung kommt leider keine auf, dafür wird es ganz lustig, wenn ein Unternehmer namens Engel über seinen Keller befragt wird, und im folgenden vom Autor nur noch Keller genannt wird. Das könnte man mal in Gänze romanartig verwursten, ist hier aber nur ein Fehler.

Alles in allem eine kurzweilige Lektüre, die nicht enttäuscht, aber auch nicht fesselt oder überrascht.

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Ausfüllgehilfe

Der unfassbar putinkritische Krimreiseführer einiger Journalisten, die mal was erleben wollen, steht aktuell in Osnabrück so vor Gericht, dass selbst die NOZ etwas Kritisches anzumerken hat:

Wenn Linken-Fraktionschef Andreas Maurer einer an Alzheimer erkrankten Frau Briefwahlunterlagen abnahm, um sie selbst auszufüllen und die Wahl so im eigenen Sinne zu beeinflussen, dann ist das sein politisches Ende.

Dann hätte er aber auch mehr Zeit für Auslandsreisen von NOZ-Reportern.

Aktualisierung

Es berichten auch die Blödzeitung (Achtung! Link geht zur Springer-Presse!) und die Deutsche Welle auf russisch.

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Journalisten, die sich zu Propagandazwecken ausbeuten lassen

Auf diesem Foto sieht man übrigens, mit wem der NOZ-Journalist Thomas Ludwig auf der Krim noch unterwegs war:

Das sind im Hintergrund die norwegischen Journalisten Hendrik Weber und seine Mitbewohnerin Mette Roselund, die ebenso mit Andreas Maurer auf der Krim waren. Und zu deren Besuch während der Wahlen sagt der norwegische Ratspräsident Michael Tezschner:

Sie können reisen wohin sie wollen, meinetwegen auf eine Einladung von wem sie wollen, aber was sie sehen, ist kein demokratisches Ereignis von öffentlichem Interesse. Sie sollten sich bewusst sein, dass sie zu Propagandazwecken ausgebeutet werden, und so wird der Aufenthalt nicht zur Demokratie oder zur Achtung des Völkerrechts beitragen.

(…) die entscheidende Frage liegt vor der Teilnahme als Wahlbeobachter, nämlich dass es nicht das ist, was als die legalen Behörden anerkannt wird, die Wahlen auf der Krim organisieren. Somit erscheint alles als Beitrag zur faktischen Legitimation eines Gebietes, das nach internationalem Recht Teil der Ukraine ist. Eine Grundvoraussetzung für die Wahl einer freien und fairen Wahl ist somit nicht gegeben

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