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Items tagged with: Abonnement


 
Jammerabo

Ein Abonnement der IVZ kostet ab Juli stolze 43,90€. Und woran liegt es?

\[quote\]Die Preisanpassung in schwierigen Zeiten ist vornehmlich reduzierten Werbemärkten und der Umsetzung des Mindestlohngesetzes geschuldet. \[/quote\]

Die heulen seit 5 Jahren darüber, dass sie die Zeitungsboten vernünftig bezahlen müssen und dass, obwohl

\[quote\]Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte – in Stadt und Land gleichermaßen – (...) bei Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2022, von 15 auf fünf Prozent abgesenkt\[/quote\] wird. Das spart 45€ im Monat pro Zeitungsaussteller.


#Abonnement #IVZ

 
Leser zahlen Werbung

Während man sich bei der IVZ noch ärgert, dass man nachts keine Schüler, die übrigens nicht vom Mindestlohngesetz erfasst werden, zum Zeitungsrumbringen losschicken kann, habe ich mich gestern noch gefragt, wieso man denn bei der IVZ überhaupt seit 2015 den Mindestlohn für Zeitungsbringer zahlt. Denn eigentlich hatte doch die Presseverlegerlobby erfolgreich ausgehandelt, dass man für Zeitungsbringer bis 2017 eben nicht den Mindestlohn zahlen muss. Versteht man bei der IVZ die Gesetzeslage nicht? \[quote\]Die Bundesregierung hat bereits zum 1. Januar 2015 die undifferenzierte Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes für nahezu alle Tätigkeiten und somit auch die Boten-Zustellung Ihrer IVZ eingeführt. (IVZ, 21.02.2015)\[/quote\] Abgesehen von der Fehlerhaftigkeit dieses Satzes, denn natürlich findet eine Differenzierung statt, wenn nicht alle Tätigkeiten gleich behandelt werden und ebenso natürlich hat die Bundesregierung nicht die Boten-Zustellung der IVZ eingeführt, ist das Satz schlicht falsch. Für die Zeitungszustellung per Boten wurde der Mindestlohn ja dank der Presseverlegerlobby gerade nicht eingeführt. Der Mindestlohn gilt allerdings dann für Zeitungsboten, wenn diese nicht bloß als Zeitungsboten, sondern auch als Zusteller von Post der Verlage und Werbematerialien unterwegs sind. Ohne Werbungs- und Postzustellung würde die IVZ nicht den Mindestlohn, den sie für die Tätigkeit eines Zeitungsboten eh für überhöht hält, zahlen müssen, sondern mehr als 2 € pro Stunde weniger. Dann hätte man der Preis eines Abos wohl zumindest nicht wegen den Zeitungsbringern erhöhen müssen. Zahlt der Zeitungsleser also nun mehr für sein Abo wegen der Werbung, die er mitfinanziert? Dann wäre ja der Artikel zur Abopreiserhöhung so etwas wie eine Irreführung des Lesers - freundlich ausgedrückt.
#Abonnement #IVZ

 
Zeit statt Leistung

Die Geschäftsführung der IVZ hat in der Samstagsausgabe auf Leserbriefe (s. Ernst Goldbeck) geantwortet, die sich mit der Erhöhung des IVZ-Abonnements wegen des Mindestlohns für Zeitungsboten beschäftigten. Man sehe sich in einem Dilemma, denn eigentlich wollte man sie wohl lieber nicht abdrucken, weil *husthuströchel*, doch das wäre gleichbedeutend damit, \[quote\]der freien Meinung in eigener Sache das Wort zu entziehen. \[/quote\] Welch heroischer Akt. Ich hätte ja jetzt gedacht, dass Dilemma bestünde darin, auf die diskreditierende Argumentation bezüglich des Mindestlohns für Zeitungsboten und der betroffenen Arbeitnehmer noch einen drauf zu setzen, aber sowas schafft man bei der Geschäftsführung der IVZ spielend. Die Quint-Essenz des Mindestlohns für Zeitungsboten bedeute wegen der Bezahlung nach Arbeitsstunden und nicht mehr nach Anzahl ausgetragener Zeitungen: \[quote\]Der Faktor "Zeit" ersetzt den Faktor "Leistung".\[/quote\] Wie kommt man nur auf so einen Stuss? Der Faktor Zeit ersetzt mitnichten den Faktor Leistung, denn das würde bedeuten, dass die Zeitungsboten keine Leistung mehr erbrächten. Der Mindestlohn setzt ein Stöckchenhochhalten einen Leistungsanreiz außer Kraft, durch den Leute, die bisher weniger als 8,50€ in der Stunde verdienten, noch mehr Stunden für wenig Geld arbeiteten bis sie auf einen Betrag kamen, der sie einigermaßen zufrieden stellt. Und das waren gemäß der IVZ-Darstellung Leute, die aus Spaß an der Freude nachts 4 Stunden Zeitungen ausgetragen haben, nicht weil sie das Geld dringend benötigen. Was arbeiten eigentlich die, die Geld dringend benötigen? Dabei ist dieser Leistungsanreiz gar nicht gänzlich weg. Man müsste nur Zeitungsboten das Angebot machen, mehr als den Mindestlohn verdienen zu können. Was für eine absurde Vorstellung. Andererseits: Erhöht wird der Lohn von 8,50€ eh irgendwann. Der IVZ jetzt aber zu unterstellen, \[quote\]die tägliche Leistung unserer eigenen Zeitungsboten nicht wertzuschätzen, ist abwegig.\[/quote\] Man drückt das eben nur nicht über die Bezahlung aus.
#Abonnement #Ernst Goldbeck #IVZ #Mindestlohn

 
Fake News (2)

Das ist natürlich auch großartig, das schmerzbefreite Sich-auf-die-Schultern-hauen, man selbst würde keine Fake News verbreiten, als Präludium für eine Aboerhöhung zu verbembeln:


\[quote\]Das Abonnement der IVZ wird zum 1. April 2017 um acht Cent pro Ausgabe teurer und kostet dann im Abonnement 38,90 Euro im Monat.\[/quote\]

Also 2€ im Monat mehr - für alle, die die Dramatik aushalten.

\[quote\]Neben der allgemeinen Preissteigerung für die technische Herstellung (Papier / Druck) ist vor allem die Umsetzung des Mindestlohngesetzes (Zeitungszustellung) Ursache für die erforderliche Preisanpassung.\[/quote\]

DANKE MERKEL! Leute fair bezahlen, wer konnte nur auf so einen Stuss kommen? Die Preiserhöhung hat natürlich nicht in erster Linie mit den seit Jahren anhaltend sinkenden Abo-Zahlen zu tun. Dann wäre die Meldung ja auch wieder Fake News, und sowas würde die IVZ ja nie machen. Da hätte man ja die Leser für besonders blöd verkauft.
#Abonnement #Fake News #IVZ

 
Haushaltszeitungsversorgesicherung

Die 40-Euro-Schallmauer ist durchbrochen: Ein Abonnement der IVZ kostet April 40,90€. Und wer ist Schuld?
\[quote\]Neben der Umsetzung des Mindestlohngesetzes ist vor allem eine erhebliche Preissteigerung für die technische Herstellung (Papier/Druck) Ursache für die erforderliche Preisanpassung. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um Verständnis.\[/quote\]
Diese bösen Zeitungsausträger! Sollen die doch froh sein, dass sie überhaupt Geld bekommen. In der Zeitung zu lesen wird man wohl nicht bekommen, dass die GroKo den Zeitungen diese Erleichterung schenkt:
\[quote\]Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte – in Stadt und Land gleichermaßen – wird bei Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2022, von 15 auf fünf Prozent abgesenkt\[/quote\]
Endlich ist das mal gesichert worden. Dann sind Erhöhungen bis 2022 ja abgewendet.


#Abonnement

 
Mindestlohn für Zeitungsboten

Vor ein paar jahren wurde ein Bekannter von mir bei einer großen ostwestfälischen Zeitung eingestellt. Als erstes wurde ihm erzählt, dass er über alles schreiben könne - nur nicht über Zeitungsboten. Was hat es damit auf sich? Zeitungsboten sind seit Jahren weithin unterbezahlt und das ist auch seit Jahren kein großes Geheimnis - wenn man nicht gerade die Berichterstattung von Zeitungen zu Grunde legt, denn da kommt so ein Thema natürlich nicht vor. Der von der SPD vorangetriebene allgemeine Mindestlohn bringt nun die Zeitungsverlage, denen die faire Bezahlung von Zeitungsboten nie sonderlich am Herzen lag, in Bedrängnis: Wie soll man noch höhere Kosten auffangen, wenn man immer noch kein Geschäftsmodell für die Zukunft hat? Auch für die IVZ, die gerade erst den monatlichen Abo-Preis auf 32,90€ hochgeschraubt hat, womit der Monatspreis seit 2013 unterm Strich um 5€ gestiegen ist, dürfte dies keine einfache Aufgabe sein. Nun haben sich die Zeitungen wohl folgendes einfallen lassen: Einerseits betreiben sie Lobbyismus. Das sieht so aus, dass man den Richter Udo di Fabio ernsthaft öffentlich rumposaunen lässt, dass die Pressefreiheit in Deutschland in Gefahr geriete, wenn Zeitungsboten fair bezahlt würden. Andererseits wird versucht, das Gesetz zu umgehen, indem man Zeitungsboten vorschreiben möchte, wie viele Zeitungen er in der Stunde ausliefert, egal wie lange er tatsächlich braucht: \[quote\]Mathias Haubrok, Betriebsrat „Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird mit 5 km/h angenommen und bei den Steckzeiten ist es so, dass der Erstwurf mit 20 Sekunden und jeder weitere Wurf mit 5 Sekunden berechnet wird.“ KONTRASTE „Aber 5 km/h zum Laufen ist schon ganz schön sportlich!?“ Mathias Haubrok, Betriebsrat „Das ist schon ganz schön sportlich, ja.“\[/quote\] Vor allem bei Glätte, Kälte und Nässe.
#Abonnement #IVZ

 
Mindestlohngeheule

Die IVZ verliert im Jahr hunderte von Abos, erhöht im dritten Jahr in Folge den Preis des Abos, schiebt es dieses Jahr allerdings in diesem Jahr auf einen "einfachen Grund": Man muss Zeitungsbringer fair bezahlen. NEIN! DOCH! OH! Und jetzt heult man kräftig in die eigene Zeitung: \[quote\] Tageszeitungsverlage sind seit dem 1. Januar verpflichtet, die Zeitungszustellung vom Stücklohn - wie seit Jahrzehnten erfolgreich und zufriedenstellend praktiziert wurde - zum Stundenlohn umzustellen. Neben völlig aus dem Rahmen laufenden Dokumentationspflichten verursacht der gesetzliche Mindestlohn nun auch Personalengpässe [...]\[/quote\] Die müssen jetzt aufschreiben, wie lange ihre Mitarbeiter gearbeitet haben: NEIN! DOCH! OH! Bislang habe die IVZ einen Stücklohn bezahlt, \[quote\] der dem Aufwand und der Tätigkeit als Zuverdienst in einer zeitlich begrenzten Tätigkeit - nicht Beruf - entsprach. Die Preisanpassung entspricht dem Mehraufwand durch das Mindestlohngesetz.\[/quote\] Ernsthaft? Die IVZ braucht mehr als 440.000 220.000 € Mehreinnahmen im Jahr, nur um ihre Zeitungszusteller fair zu bezahlen? So krass waren die unterbezahlt?
#Abonnement #IVZ

 
Leser zahlen Werbung

Während man sich bei der IVZ noch ärgert, dass man nachts keine Schüler, die übrigens nicht vom Mindestlohngesetz erfasst werden, zum Zeitungsrumbringen losschicken kann, habe ich mich gestern noch gefragt, wieso man denn bei der IVZ überhaupt seit 2015 den Mindestlohn für Zeitungsbringer zahlt. Denn eigentlich hatte doch die Presseverlegerlobby erfolgreich ausgehandelt, dass man für Zeitungsbringer bis 2017 eben nicht den Mindestlohn zahlen muss. Versteht man bei der IVZ die Gesetzeslage nicht? \[quote\]Die Bundesregierung hat bereits zum 1. Januar 2015 die undifferenzierte Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes für nahezu alle Tätigkeiten und somit auch die Boten-Zustellung Ihrer IVZ eingeführt. (IVZ, 21.02.2015)\[/quote\] Abgesehen von der Fehlerhaftigkeit dieses Satzes, denn natürlich findet eine Differenzierung statt, wenn nicht alle Tätigkeiten gleich behandelt werden und ebenso natürlich hat die Bundesregierung nicht die Boten-Zustellung der IVZ eingeführt, ist das Satz schlicht falsch. Für die Zeitungszustellung per Boten wurde der Mindestlohn ja dank der Presseverlegerlobby gerade nicht eingeführt. Der Mindestlohn gilt allerdings dann für Zeitungsboten, wenn diese nicht bloß als Zeitungsboten, sondern auch als Zusteller von Post der Verlage und Werbematerialien unterwegs sind. Ohne Werbungs- und Postzustellung würde die IVZ nicht den Mindestlohn, den sie für die Tätigkeit eines Zeitungsboten eh für überhöht hält, zahlen müssen, sondern mehr als 2 € pro Stunde weniger. Dann hätte man der Preis eines Abos wohl zumindest nicht wegen den Zeitungsbringern erhöhen müssen. Zahlt der Zeitungsleser also nun mehr für sein Abo wegen der Werbung, die er mitfinanziert? Dann wäre ja der Artikel zur Abopreiserhöhung so etwas wie eine Irreführung des Lesers - freundlich ausgedrückt.
#Abonnement #IVZ

 
Klaus Rieping über die neuen IVZ-Formate

Ja, upsalla, während unsereins fröhlich Schränke zusammengeikeat hat, rummste es in der Kommentarspalte des IVZ-Berichts zu den neuen IVZ-Formaten derart, dass sich scheinbar der IVZ-Geschäftsführer Klaus Rieping, jedenfalls der Benutzer eurofighter, der sich als Klaus Rieping bezeichnet, dazu Stellung nimmt. Seitens der Kommentatoren steht die verkappte Preiserhöhung eines IVZ-Abos, das auch Online-Angebote ernthält, auf 30,90€, die Bindung der Online-Angebote an ein Abo der gedruckten Zeitungsausgabe und das Nichtfunktionieren(!) der Apps auf gängigen Smartphones und Tablets in der Kritik. eurofighter betont hierzu: \[quote\] Die Leistung eines Verlages liegt nicht im Bdrucken von Papier mit Farbe, sondern in der professionellen, aktuellen, journalistischen Aufbereitung der Nachrichten und Informationen in Text, Bild und nun auch Bewegtbild für verschiedene Medien.\[/quote\] Na, mit der Argumentation steht er Norbert Tiemann ja in nichts nach. Die Leistung eines Verlages liegt im Ergebnis der Arbeit seiner Journalisten? Wollte er das wirklich sagen? Das ist ungefähr so verständlich, als wolle man sagen, die Qualität der Arbeit einer Verkäuferin bemesse sich an der Qualität der Cola, die sie mir verkauft. \[quote\] Aus welchem Grund sollte der gleiche Inhalt in verschiedenen Medien unterschiedliche Preise haben?\[/quote\] Tja, aus welchem Grund kostet eine Blue-Ray-DVD mehr als eine normale DVD, obwohl sie denselben Inhalt haben? Na, vielleicht weil die Herstellungskosten höher sind?! \[quote\] Wir bedienen nunmehr alle Interessen unserer Leser und User mit größtmöglicher Aktualität und Verfügbarkeit weltweit. Das hat seinen Preis. Wir meinen, ein Euro pro Tag ist da nicht zu viel.\[/quote\] Nun kostet die Zeitung im Abo durchschnittlich am Tag keinen Euro, sondern 1,09€, künftig 1,21€ - monatlich nicht 25€, sondern 30,90€. Aber so kann man natürlich auch unter den Tisch fallen lassen, dass gerade eine Preiserhöhung von 9% von statten geht: Indem man läppisch von einem Euro redet. \[quote\] Die IVZ hat in den vergangenen Jahren erheblich in digitale Technik, Personal und Knowhow investiert; auch, um unabhängige lokale Berichterstattung künftig überhaupt weiter gewährleisten zu können. Print und Digital.\[/quote\] Die lokale Berichterstattung ist so gefährdet, dass sie überhaupt weiter gewährleistet werden muss? Meint er das ernst? Ich nenne mal das Magazin Mittendrin, das Stadtjournal, die Wirin, Heimspiel online, Ibbpunkt, die Osnabrücker Sonntagszeitung - ganz zu schweigen von all den Internet- und Facebook-Seiten. So viel war noch nie da. Wenn es irgendetwas gibt, dass gerade nicht gefährdet ist, dann lokale Berichterstattung. \[quote\] Mir ist kein lokaler Zeitungsverlag unserer Größe in Deutschland bekannt, der vergleichbare Leistungen so günstig anbieten kann. Klaus Rieping, IVZ-Verlagsgeschäftsführer\[/quote\] Mir schon. Und das sogar im Münsterland: Die Borkener Zeitung verkauft ein ePaper-Abo für 21,50€. Das Abo der Wetzlaer Neuen Zeitung kostet 23,30€, das der Wilhelmshavener Zeitung kostet 22,20€, das der Oldenburger Zeitung kostet 20€, das vom Delmenhorster Kreisblatt 17,50€, das Stader Tageblatt 17€, die Peiner Allgemeine möchte 16€ für ein ePaper-Abo haben und das ePaper des Iserlohner Kreisanzeigers und Zeitung bekommt man sogar schon für 14,50€. Auf Anhieb habe ich überhaupt keine Zeitung mit vergleichbarer Auflage gefunden, deren Bezugsmöglichkeiten eines Online-Zugangs so teuer war wie der der IVZ. Zugegeben: Bei einigen Zeitungen ist der Online-Zugang bei zusätzlicher Bestellung der gedruckten Ausgabe ebenso teuer, manchmal 1€ im Monat teuerer. Einerseits ist fraglich, wer beides bestellen möchte, andererseits kann man ein Abo künftig problemlos dreiteilen: Eine Person nutzt die gedruckte Ausgabe, eine die App auf dem Tablet und eine das ePaper. Da kann so manches Abo gespart werden. Aber ob die IVZ das wollte?!
#Abonnement #IVZ #Klaus Rieping

 
Des Kaisers neue Digitalangebote

Die Kritik an der IVZ, dass man mit einer generellen Abo-Gebühren-Erhöhung die eigenen Online-Spielereien zu refinanzieren versucht, weil der Versuch, diese durch Werbung zu finanzieren, gescheitert ist, reisst nicht ab. Immerhin scheint es durchaus die Möglichkeit zu geben, ein bloßes App-Abo abzuschließen. Allerdings sieht es auf der itunes-Seite so aus, als ob das mit 30,99€ noch teuerer als die Kombi-Variante ist. Andererseits ist es auch merkwürdig, was der Nutzer der IVZ-Android-App so alles einräumen muss. Die installierte App vermag es, \[quote\]- Ihre genaue Position anhand von GPS-Daten oder über Netzwerkstandortquellen wie Sendemasten oder WLAN zu ermitteln. Diese Standortdienste müssen auf Ihrem Gerät verfügbar und aktiviert sein, damit die App sie verwenden kann. Apps können Ihren Standort anhand dieser Daten ermitteln und verbrauchen eventuell zusätzliche Akkuleistung. - Daten zu den auf Ihrem Gerät gespeicherten Kontakten zu ändern, einschließlich der Häufigkeit, mit der Sie bestimmte Kontakte angerufen, diesen E-Mails gesendet oder anderweitig mit ihnen kommuniziert haben. Die Berechtigung ermöglicht Apps, Kontaktdaten zu löschen. - auf die Telefonfunktionen des Geräts zuzugreifen. Die Berechtigung erlaubt der App, die Telefonnummer und Geräte-IDs zu erfassen, festzustellen, ob gerade ein Gespräch geführt wird, und die Rufnummer verbundener Anrufer zu lesen. \[/quote\] Wozu will die IVZ denn wissen, wo ich bin und mit wem ich telefoniere? Als vor kurzem ein Online-Artikel der IVZ mehr als 20 Kommentare bekam, da war das für die Redaktion Anlass genug, einen eigenen Artikel darüber in der gedruckten Ausgabe zu veröffentlichen - unabhängig davon, dass einzelne Kommentatoren doppelt- und dreifach kommentiert haben. Man könnte meinen, dass die Leser-Reaktion auf einen Artikel, der mehr als das doppelte an Kommentaren erhält, dann erst recht in der gedruckten IVZ auftaucht. Aber Pustekuchen. Kein Wunder: Der Artikel der IVZ über die neuen Online-Angebote, in dem klausuliert über eine Abo-Erhöhung informiert wird, erntet lauter negative Kritik. Ein Auszug: \[quote\]07.05.2013 17:54 von krelord: Was soll man denn bitte mit einem kompletten Angebot? Wenn ich das Angebot online nutze, dann lese ich keine Zeitung und umgekehrt genauso! Darüber sollte man sich nochmal Gedanken machen!\[/quote\] \[quote\]07.05.2013 19:26 von j.m.: kann krelord da nur zustimmen; früher nannte man das "Kaufzwang", und früher war das verboten. Wie das heute aussieht, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall erweckt dieses "bundle" den Eindruck, als liesse sich das Printmedium allein kaum mehr an den Mann oder die Frau bringen... Wenn ein online Abo angeboten wird, bin ich gern bereit, dafür zu zahlen; wenn es bei diesem Paket bleibt, ist für mich Schluß! \[/quote\] \[quote\]07.05.2013 21:24 von HMK: ...was sich die Herren da ausgedacht haben, ist schon frech ! Monatlich 3,- Zuschlag für die Online-Version, und keinen Nachlaß für den Vericht auf die Printvariante. Liebe IVZ'ler : Riskieren Sie mal einen scheuen Blich Richtung Osnabrück...NOZ.\[/quote\] \[quote\]07.05.2013 21:57 von h.beermann1: Schade, Start mißlungen. E-Paper hat eine Störung, Android App lädt nicht (hat noch keiner runtergeladen), für I-Phone keine App. Das ist schwach!\[/quote\] \[quote\]08.05.2013 08:57 von wht: Android App ist nicht mit Samsung Galaxy S3 kompatibel... sagt Google Play!?! Und mit dem Lenovo Pad auch nicht...\[/quote\] \[quote\]08.05.2013 10:39 von manni48: Wie alle Jahre wieder eine Preiserhöhung, diesmal über 10 %. Die IVZ hat in der Region ein Monopol, man hat keine Möglichkeit, auf eine andere regionale Tageszeitung auszuweichen. Die Zeitung in Papierform wird doch auch von vielen älteren Menschen gelesen, die schon seit Jahrzehnten Abonnenten sind. Sie wollen oder können das digitale Angebot nicht nutzen, müssen aber 36 Euro pro Jahr mehr zahlen. Bin mal gespannt, wie viel ihr Abo jetzt kündigen werden. Wenn jetzt hier gefordert wird, die digitale Ausgabe ohne die Papierform zu einem vergünstigten Preis anzubieten, muss dass auch für die Tageszeitung ohne digitale Ausgabe gelten.\[/quote\] \[quote\]08.05.2013 16:11 von Dennis80: Erst einmal vorweg finde ich es ziemlich schade, dass die IVZ es nicht für nötig hält die Abonnementen persönlich über eine Preiserhöhung zu informieren. Die Argumentation, dass das komplett Angebot eine Preiserhöhung nach sich zieht kann ich dabei durchaus verstehen. Die Server die die digitalen Informationen bereitstellen und auch die Weiterentwicklung der App ist nicht ohne Investitionen und Kosten möglich. Ich verstehe aber wiederum nicht, warum nicht 3 Abo-Varianten angeboten werden, sondern allen Abonnementen der neue Preis aufgezwängt wird.\[/quote\] \[quote\]10.05.2013 09:45 von SanKit: Ich finde es sehr schade das auch ältere Personen nun wieder eine Erhöhung der Kosten für Ihre Tagesezeitung haben, für Dinge die sie nicht nutzen werden. Meine Mutter wird wohl kaum eine App nutzen und auch keine Online-Ausgabe. Trotzdem wird sie gezwungen dafür zu zahlen... man sollte doch wenigstens die Wahl haben nur die Papierform zu abonnieren, und das zum alten Preis...\[/quote\]
Vielleicht hätte man, bevor man erzählt, was Leser heute von einer Zeitung erwarten, erst einmal die Leser fragen sollen. Immerhin reagiert man heute notgedrungen auf die Kritik: Klaus Rieping begründet in der IVZ von heute den Umstand, dass es kein ePaper ohne Abonnement der gedruckten Zeitung gibt, damit, dass sich ein solches aufgrund der Reichweite der Zeitung nicht rechne. Allerdings kriegen vergleichbar reichweitenstarke Zeitungen genau das hin. Dabei ist die Frage der Leser ebenso drängend, wieso man nicht weiterhin die gedruckte Ausgabe abonnieren kann, ohne die Onlinespielereien der Zeitung, die viele ältere Menschen überhaupt nicht nutzen, quer zu finanzieren. Immerhin backt Rieping insofern kleinere Brötchen, als das nicht mehr lokale Berichterstattung überhaupt, sondern nur noch die Koexistenz von gedruckter und digitaler IVZ-Angebote gewährleistet werden soll. Diese liegt aber im Interesse der wenigsten Leser. Man möchte künftig die Menschen in der Region zum Dialog anregen - wieso zieht man sich dann online aus der Diskusion um die Abo-Gebühren-Erhöhung so zurück? Aktualisierung 12. Mai Inzwischen ist der Artikel auch online gestellt worden. Irgendwo ist es ja bezeichnend, dass in einem Artikel, der "Exklusiv echte Mehrwerte bieten" betitelt ist, mit so einem kritiklosen, minderwertigem Stück Journalismus daher kommt. Da ist der Journalist nur noch Stichwortgeber seines Verlegers und macht sich selbst überflüssig. Man hätte zum Beispiel mal nachfragen können, was denn das da heißen soll: \[quote\]Auch eine Finanzierung durch Werbung – wie es BILD, DIE WELT oder die SZ anbieten – ist im Lokalen nicht möglich.\[/quote\] Die digitalen Gesamtausgaben der angeführten Zeitungen refinanzieren sich nicht durch Werbung, sie kosten 9,99€, 12,99€ bzw. 29,99€ im Monat.
#Abonnement #IVZ #Klaus Rieping